Archiv für Juni 2006

Lesetipp: Linux geht in die falsche Richtung

Freitag, 30. Juni 2006

Das meint zumindestJem Matzan. Linux versucht nicht länger, etwas eigenes zu schaffen, sondern bemüht sich darum, so auszusehen wie Windows. Selbst auf einem Linuxdesktop ist man ohne eine leistungsfähige Drafikkarte aufgeschmissen, wenn man alle optischen Spielereien ausreizen will. Als Beispiel führt der Autor Open Office an, ein Programm, das mittlerweile fast alles kann – nur um mal eben etwas aufzuschreiben, taugt es nicht mehr. Ich selbst würde noch Evolution anführen, das “Wenn-ich mal-groß-bin-werde-ich-Outlook”.

Microfox

Freitag, 30. Juni 2006

Der neue Microsoft Internet Explorer rückt langsam näher. Mit nunmehr 1000 Bugs weniger, RSS-Tauglichkeit, Tabbed Browsing und Suchmaschineneingabefeld schaut er fast aus wie der sattsam bekannte Firefox-Browser. Bleibt für Klienstweich nur eins zu hoffen: dass die Firefox-Entwicklergemeinde jetzt so richtig schön lang in die Sommerferien geht. Sonst wird der neue Explorer noch ein halbes Jahr und etliche tausend Bugs später schon wieder ein alter Hut sein.

Sensation in Tiflis (Georgien)

Freitag, 30. Juni 2006

Stalins Gebeine????

Tod eines Einwanderers

Mittwoch, 28. Juni 2006

Adieu, Bruno! Aber du lebst ja weiter, auch wenn dir ein mutiger Waidmann entgegengetreten ist, und dir aus einer Entfernung von 150 Metern mannhaft das Licht ausgeblasen hat. Deichbruch fordert im kommenden Viertelfinale gegen Argentinien Trauerflor für die deutsche Nationalmannschaft. Außerdem zitiert das Blog eine Todesanzeige, die dpa dieser Tage verbreitet, in der eine bayerische Familie Rache an der Wahlurne schwört. Wie John Dillinger, Robin Hood oder Dr. Kimble warst du, Bruno, auf der Flucht vor den vielen Hunden, die zwar des Hasen, aber niemals eines Bären Tod sein können. Die Republik zitterte mit dir und betete für dich. Je weiter weg von dir desto stärker. Nie hat das Schicksal eines einzelnen Migranten die Republik so bewegt wie das deine es tat. Dabei warst du keineswegs ein Mustereinwanderer. Im Ausländer- Einwohnermelde- oder Arbeitsamt hat man dich nie gesehen. Nein, was du zum Leben brauchtest stahlst du vom Felde. Dabei kamst du den Behausungen der Ureinwohner zu nahe. War es deine Schuld, dass der Bayer buchstäblich mit seinen Hühnern schlafen geht? Oder mit den Schafen? Schnell war das Urteil gesprochen: Ein normaler Bär tut das nicht. Aber was tut denn so ein normaler Bär? Und woher wussten das jene, die seit 170 Jahren keinen Bären mehr gesehen haben – außer im Zoo? Und warum wusstest du das nicht? Da ist viel zu tun in der Integration. Für den nächsten Bären wäre eine Art Staatsbürgerkunde sinnvoll, ein Unterricht, der dem Tier sagt, was es zu tun und vor allem zu lassen hat. Aber was hättest du mit einem Bärenknigge anfangen können, lieber Bruno? Du konntest ja nicht lesen. Schade eigentlich, denn wackere Bärenfreunde haben sogar ein Kondolenzblog für dich eingerichtet.

Passat in die Werkstatt

Mittwoch, 28. Juni 2006

VW ruft 34.000 Passat zurück. Ein Fehler am Schwungrad der Kupplung kann das Auto beschädigen, heißt es. Wie gut, dass VW-Arbeiter bald für’s gleiche Geld ein bisschen länger arbeiten dürfen, da haben sie Zeit den Fehler zu suchen. Und wenn VW weiter so konsequent am Ruf von Made in Germany sägt, geht die Nachfrage sowieso bald soweit zurück, dass man sich bei der Fertigung Zeit lassen kann.

Foto: Volkswagen