Archiv für die Kategorie „Phaenomene des Alltags“

Phaenomene des Alltags: Maurice und Mandy sind doof

Montag, 21. September 2009

Sie telefoniert im Zug. Leise spricht sie ins Telefon, aber nicht leise genug. Beim Sprechen resonieren ihre Stirnhöhlen und bilden einen durchdringenden Dauerton. Ein Logopäde würde “offenes Näseln” diagnostizieren. Aber wenn man einen Logopäden braucht, ist ja nie einer da. (weiterlesen…)

Phaenomene des Alltags: die Fachkräfte

Donnerstag, 30. Juli 2009

Die Fachkräfte sind so gut, das gibt es nicht. Nein. Sie sind so gut, dass es sie nicht gibt. Sie sind so gut, dass man sie sich schnitzen möchte. Und das muss man wohl auch. Denn sie fehlen allerorten, die Fachkräfte. Gut, dass man sie nicht genauer beim Namen nennen muss. Wenn man sagen würde: Ingenieur! Dann würden alle arbeitslosen Ingenieure verdutzt aufhorchen.

Aber so sind begehrte Fachkräfte eben immer die anderen. (weiterlesen…)

Phaenomene des Alltags: Poken

Freitag, 10. Juli 2009

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Foto: Karola Kriegler Photography

Nein, das ist kein Schreibfehler: Hier soll von Poken die Rede sein, nicht von Pokern, was sicherlich ebenfalls eine Würdigung in dieser Reihe wert wäre. Aber Poker war eben gestern, heute ist Poken. Als Mittvierziger bin ich einwenig stolz, dass ich dieses eine Mal meinen Söhnen voraus bin. Eine Blitzumfrage im heimischen Haushalt ergab, dass nur ein einziger Befragter wenigstens den namen schon gehört hatte. Dabei dürfte der Trend schon fast vorbei sein, wenn… Ach, Sie wissen immer noch nicht was Poken sind? Geduld! (weiterlesen…)

Wieviel Wahlkampf verträgt die Demokratie?

Donnerstag, 18. Juni 2009

Die Internet-Zensur kommt. Der Bundestag hat das entsprechende Gesetz heute verabschiedet. Die Koalition hat sich auf einen Entwurf geeinigt, der wenigstens ahnungslose Surfer schützt, denn eine strafrechtliche Verfolgung von Surfern, die auf Seiten mit Stop-Schild gelangen, soll nicht mehr erfolgen.

Aufatmen können auch Anbieter von Kinderpornos. (weiterlesen…)

Phaenomene des Alltags: Das Navi

Sonntag, 29. März 2009

Entdecker wie Christoph Kolumbus fanden einst nach den Sternen zu fremden Gestaden. Hier der Polarstern, dort das Kreuz des Südens. Aha, da geht’s nach Indien. Auch wenn wir von Kolumbus gelernt haben, dass der Weg nicht immer am gewünschten Ziel endete (Seeweg nach Indien), so steht doch auch fest, dass der Irrtum mehr auf falscher Annahmen beruhte als auf unpräzisen Angaben der Gestirne. Der Italiener in spanischen Diensten hatte die Taille unserer Mutter Erde zu schlank geschätzt.

Die Enkel der Pioniere ließen sich von exakten Karten leiten, (weiterlesen…)