Phaenomene des Alltags: Berlin

Hotels mit riesigen Aquarien, die über mehrere Stockwerke gehen, Kaufhäuser mit Maßkonfektion, prächtige Opernhäuser, Ehrfurcht gebietende Dome, Kunstgalerien, in denen man mit Google Maps den Weg suchen muss: Was es in Berlin nicht gibt, das gibt es nicht – nirgendwo in Deutschland. Und alle tragen zu diesem Eindruck bei: die mächtigen Hauptstadtrepräsentanzen der Autohersteller, der [...]

Phaenomene des Alltags: Die Flatrate

Nur mit der Flatrate kann das Surfen wohl grenzenlos sein (zu singen nach der Melodie von “Über den Wolken”). Jeden Monat einen festen Betrag zahlen und dann konsumieren bis der Arzt kommt. Das verspricht nur die Flatrate. Egal ob Flatrate-Surfen oder Flatrate-Saufen: Die Flatrate ist das Maß der Maßlosen, die Packungsgröße der Süchtigen. Je flacher [...]

Phaenomene des Alltags: Störungen im Betriebsablauf

Aus Westen kommend erreicht man Berlin mit der Bahn für gewöhnlich mehr oder weniger pünktlich. Merkwürdigerweise gelingt das nie umgekehrt. Wer nachmittags die Rückreise nach Brandenburg, Potsdam, Werder, Nauen oder Rathenow antritt, braucht sich eigentlich nicht nach den planmäßigen Abfahrtszeiten zu richten, Verspätungen zwischen 15 und 35 Minuten kommen regelmäßig vor. Die Begründungen, die der [...]

Phaenomene des Alltags: Chucks

Foto: Pixelio.de Im U-Bahnhof Berlin-Friedrichstraße ist es wirklich nicht zu übersehen: 2008 ist das Converse Century. Sie wissen nicht, was Converse ist? Ein 1908 gegründeter Schuhhersteller aus Massachusetts (USA). Eigentlich angetreten, das traditionelle Leder durch Gummi zu ersetzen, gelang dem Unternehmen erst 1917 der Durchbruch. Mit dem Basketball-Schuh All Star. Zu Ehren der Basketball-Legende Chuck [...]

Phaenomene des Alltags: Die Verpackung

Die erste Verpackung, mit der wir zu tun haben, ist die Windel. Die letzte ist der Sarg. So unterschiedlich sie erscheinen mögen, eines verbindet sie: Wir können sie beide aus eigener Kraft nicht öffnen. Ein schlechtes Omen für ein Menschenleben, denn Verpackungen begleiten uns durch unser ganzes Dasein. Manche Zeitgenossen machen sogar Kunst daraus. Immer [...]