Bundestagswahl 2017: Bei der K-Frage hat Gabriel alles richtig gemacht

Sigmar Gabriel verzichtet auf die Kanzlerkanidatur der Sozialdemokraten und zieht sich auch vom Parteivorsitz zurück. Von einer Panne sei hinter den Kulissen gesprochen worden, berichtet Thomas Walde in den „heute“-Nachrichten um 19 Uhr. Schließlich hätte auch die SPD-Führung erst aus der Presse vom Rückzug des Niedersachsen erfahren. Dabei hat der Noch-Vorsitzende mit seinem Coup alles richtig gemacht. Die Sozialdemokraten starten mit dem besten verfügbaren Kandidaten in den Bundestagswahlkampf 2017, mit dem Europapolitiker Martin Schulz. Und sie beginnen den Wahlkampf mit einem Auftakt nach Maß. „Bundestagswahl 2017: Bei der K-Frage hat Gabriel alles richtig gemacht“ weiterlesen

Der 45. US-Präsident Donald Trump

Donald Trump hat heute den Amtseid abgelegt. Während die Welt noch rätselt, wie der 45. Präsident politisch die Weichen stellen wird, mag das folgende Bild verdeutlichen, welcher Wandel sich in den USA gerade vollzieht: Stellen Sie sich vor, unsere Demokratie wäre schon 250 Jahre alt. Seit 250 Jahren ziehen unsere Staatsoberhäupter in einem prächtigen großen Landhaus ein – mit ihren Familien. Jede dieser Präsidentenfamilien sucht auf ihre Weise die richtige Balance zwischen Volksnähe und Weltgewandtheit. Haben Sie das Bild? Und nun stellen Sie sich vor, die Geissens ziehen dort ein.

US-Präsident Trump: 2:0 für das Postfaktische

Er wolle jetzt aufwachen, twitterte Sam Altmann. So wie der Startup-Investor aus dem Silicon Valley werden viele Menschen überall auf der Welt die Nachricht vom Sieg des schillernden Immobilienmoguls Donald Trump im Rennen um die US-Präsidentschaft aufgenommen haben Auch in Deutschland erntet der neue Mann im Weißen Haus Unverständnis, Sorge oder Häme. Doch in den USA markiert die Präsidentschaft des schillernden Immobilienmoguls eine Zeitenwende. So verzweifelt erlebt man die US-Presse sonst nie. Die New York Times gewährt in einer Kommentarsammlung einen tiefen Blick in die Seele der Journalisten. In einen Abgrund von Verzweiflung und verzweifelter Hoffnung darauf, dass es wohl nicht so schlimm kommen werde. „US-Präsident Trump: 2:0 für das Postfaktische“ weiterlesen

Der Exit vom Brexit im Treppenhaus

Nehmen wir an, Sie und ich leben in einer großen Wohngemeinschaft. Jeder trägt sein Teil zu Miete und Nebenkosten bei, bei Abwasch, Einkauf und Treppeputzen wechselt man sich ab. Jetzt gibt es einen Mitbewohner, der bei jeder Gemeinschaftsentscheidung die Hand hebt und Veto einlegt, nennen wir ihn David. Ihm gefällt der Läufer im Flur nicht. Er sieht nicht ein, dass er sich in gleichem Umfang wie andere an der neuen Waschmaschine beteiligen soll, schließlich wechselt er seine Kleidung nicht so oft wie die Mitbewohnerin Angela „Der Exit vom Brexit im Treppenhaus“ weiterlesen

Nach dem Brexit: Jeder von uns könnte der nächste sein

„A tragic split“ – eine tragische Trennung. So titelt The Economist heute. Am Anfang vom Ende Großbritanniens in der EU. Die Briten haben gestern mit einer Mehrheit von 52 zu 48 Prozent den Brexit gewählt, den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. The Economist bringt für „little Britain“ eine Sonderausgabe heraus. Die Zeitung bezeichnet den Brexit als sinnlosen selbst verursachten Schlag. So ratlos, so verzweifelt und wütend werden die Briten ihre renommierte Wirtschaftszeitung noch nie erlebt haben.

Bis zuletzt hatte man in den Redaktionsbüros wohl nicht daran geglaubt, dass es dazu kommen würde. Denn für den Brexit gibt es kein einziges vernünftiges Argument. „Nach dem Brexit: Jeder von uns könnte der nächste sein“ weiterlesen