Archiv für die Kategorie „Wissen schafft“

Alkohol oder Zitronenaroma: Eins macht dumm

Dienstag, 1. Juni 2010

Komasaufen macht dumm. Das haben Forscher jetzt an Affen erforscht. Ein einfacher Blick in die Pisa-Ergebnisse deutscher Achtklässler hätte ausgereicht. So muss man von Affen auf Menschen schließen. Was nicht auf alle Achtklässler zutrifft. Außerdem bleibt ein Restrisiko: Vielleicht macht auch das Zitronenaroma dumm, mit dem die Wissensschaftler den Sprit aromatisiert haben. Brennspiritus trinken wohl nicht einmal Affen.

Dass Alkohol auch im Tierreich immer stärker zum Problem wird, erfahren wir aus der “Süddeutschen Zeitung” (SZ). In Australien fallen die Loris sternhagelvoll vom Himmel. Tierschützer schlagen Alarm: Die Vögel saufen wie Teenager. Vielleicht macht aber auch ein Virus die an sich farbenfrohen Papageien blau. Wird es gefunden, sollte man auch an deutschen Trinkhallen danach fahnden. Wer weiß: Am Ende sind wir einfach nur krank.

Studie: Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Montag, 31. August 2009

Kein Alkohol ist auch keine Lösung. Das haben englische und norwegische Wissenschaftler jetzt herausgefunden. Laut Netzeitung befragten sie 38.000 Menschen und fanden heraus: Wer keinen oder wenig Alkohol trinkt, neigt eher zu Depressionen. Maßvoller Alkoholgenuss bekommt demzufolge der menschlichen Psyche besser als Enthaltsamkeit. Es fehlen allerdings Vergleichsstudien aus Ländern mit mehr Sonnentagen als in Großbritannien und Norwegen.

Rechts wählen, wenn’s knallt

Freitag, 19. September 2008

Wer schnell erschrickt, stimmt eher dem Waffenbesitz zu als weniger schreckhafte Menschen. Er ist für die Todesstrafe und wählt Rechts. Das haben Wissenschaftler der Universität von Lincoln herausgefunden. Das erklärt vieles. Beispielsweise die Tatsache, dass die Amerikaner ihre Todeskandidaten nicht erschießen, sondern sie elektrisch oder chemisch umbringen. Das Ballern ist einfach zu laut. Noch mehr fanden die Forscher heraus: Schreckhafte Menschen sind für den Irakkrieg, für Lauschangriffe und gegen die Homo-Ehe. Den Irakkrieg gucken sich ängstliche Mensch aber wohl eher im Fernsehen an – damit er nicht erschrickt.

Quelle: Wissenschaft.de

Hungriger Magen wählt nicht gern

Montag, 30. Juni 2008

In den Zeiten von Hartz IV, von steigender Inflation und sinkenden Reallöhnen sinkt auch die Zustimmung zur Demokratie. Erstaunlich, was die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung an Weisheiten zutage fördert. Hätten sie mich gefragt, ich habe das im Geschichtsunterricht in der Schule gelernt. Studienleiter Frank Karl soll es als “bedenklich” bezeichnet haben, “wenn der persönliche Wohlstand das Urteil über die Staatsform bestimmt”. Ökonomische Krisenzeiten seien somit auch Krisenzeiten fürs demokratische System.

Bitte schön, in welchem Wolkenkuckucksheim lebt dieser Mensch eigentlich? Zu jeder Zeit und an jedem Ort hing jedes politische System immer von gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen ab. “Blut, Schweiß und Tränen”-Zeiten übersteht die Demokratie nur kurz. Aber schauen wir uns doch die Republik an: In den vergangenen 20 Jahren haben wir Reform auf Reform erlebt, immer mit dem Versprechen, dass es irgendwann besser wird. Die Friedrich-Ebert-Stiftung kritisiert, dass das Wort Reform zum Synonym für den Griff in die Tasche des kleinen Mannes geworden ist. Erstaunlich. Das hat OskarLafontaine schon kritisiert als er 1998 sein Amt als Finanzminister in der ersten Regierung Gerhard Schröder antrat.

In denselben 20 Jahren sind übrigens die Gehälter der DAX-Vorstände um 650 Prozent gewachsen. Und die Friedrich-Ebert-Stiftung wundert sich, dass nur 22 Prozent der Bundesbürger diese Gesellschaftsordnung für verteidigenswert halten. Mich wundert, dass sie so viele zusammen bekommen haben. In Brandenburg können sie nicht gefragt haben. Und damit sind wir beim Sonderspezialproblemsorgenfall: Natürlich wieder die Ossis. Eine Mehrheit von ihnen stehe der Demokratie kritisch gegenüber.

Welch bahnbrechende Erkenntnis! Hier ist Wilder Osten, hier gibt es keine Betriebsräte, weder Mindest- noch Tariflohn. Hier arbeiten Menschen für 5 Euro die Stunde. Alles natürlich nur, damit neue Arbeitsplätze entstehen, vielleicht welche für 4 Euro. Wie wäre es, liebe Friedrich-Ebert-Stiftung: Kommt doch in zwei Jahren nochmal vorbei und fragt nochmal, wenn die Löhne flächendeckend bei 3,50 Euro die Stunde angekommen sind. Vielleicht hat sich die Einstellung zur Demokratie dann ja verbessert.

Spargel auf dem Mars

Freitag, 27. Juni 2008

Alle haben Angst vor dem Klimawandel. Die Gourmets dürfen nun aufatmen. Spargel würde auch auf dem Mars gedeihen. Das geht aus Bodenproben hervor, die die Marssonde Phoenix vom roten Planeten mit gebracht hat: Magnesium, Kalium und Natrium – alles da. Wie in einem Schrebergarten. Und der Boden ist mit einem ph-Wert von 8 bis 9 auch recht sauer. Die Netzzeitung geht sogar noch weiter: Sogar Rüben und grüne Bohnen könnten auf unserem Nachbarplaneten wachsen. Beste Voraussetzungen für ein makrobiotisches Restaurant. Doch ein Problem müsste die Menschheit noch lösen: Wie kommen polnische Saisonarbeiter zum Spargelstechen hinauf?

Netzzeitung, FAZ, Welt