Wahlprogramme 2009: Die Linke

Die Linken theoretisieren so wahnsinnig gern. Sie glauben, dass sei ein Vorurteil? Dann lesen Sie das Wahlprogramm der Linken und lernen Sie. Die Linke erklärt uns die Welt. Akribisch gegliedert wie eine Studienarbeit in Politologie. Langsame Leser sollten in den verbleibenden Tagen bis zur Wahl zum Kurzwahlprogramm greifen.

Sozial und solidarisch – zwischen SPD und Linkspartei herrscht offenkundig ein Wettbewerb, wer diese Eigenschaften bei korrekter Rechtschreibung häufiger in einem Wahlprogramm verwenden kann. Für das Wahlprogramm der Linken  spricht, dass sie sich ernsthaft mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen auseinandersetzen und ihre Forderungen daraus ableiten. Die übrigen Parteien  werden Problembeschreibungen wie Lösungen widersprechen. Doch nur Grüne und Linkspartei nutzen ihre Wahlprogramme für solch einen Sozialkundeunterricht.

Noch etwas haben die beiden Programme gemeinsam: Nur Grüne und Linke beschreiben den wachsenden Zulauf der Rechten als ernstes Problem. Die Union ergeht sich da nur in einem soßigen Statement gegen politische Extremisten. Schließlich soll es dabei bleiben, dass NPD und Linkspartei mehr oder weniger dasselbe sind. Ein Thema hat die Linkspartei ganz für sich allein: Afghanistan. Warum auch nicht, wenn man weiß, dass man in dieser Frage als einzige Partei den Volkswillen auf seiner Seite weiß.

Im Großen und Ganzen herrscht geradezu  Austauschbarkeit mit den Thesen der SPD. Die Linken fordern ebenfalls einen Mindestlohn. Sie fordern wie die Sozialdemokraten eine Reichensteuer. Interessant ist die Linksidee zur Begrenzung der Managergehälter. Die steuerliche Absetzbarkeit von Gehältern soll nur bis zum 20-fachen dessen möglich sein, was der am schlechtesten verdienende Facharbeiter im Unternehmen bekommt.

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