TV: Das glückliche Ende der Wanderhure

Ja, auch ich habe „Das Vermächtnis der Wanderhure“ gesehen. Zumindest einen Teil davon. Dabei hatte ich mir schon nach etwa 20 Minuten des ersten Teils geschworen, mich nicht durch weitere Teile der Saga zu quälen. An diesen Schwur hätte ich mich erinnern sollen. Jetzt lastet das „Vermächtnis der Wanderhure“ tonnenschwer nicht nur auf meiner Historikerseele. Aber ich bin doch nicht absichtlich in dieses Inferno aus Mittelalter-Softporno-Soap und schluchzender Langeweile geraten! „TV: Das glückliche Ende der Wanderhure“ weiterlesen

Kino: Wüste Schießereien im Safe House

Filmplaka Safe HouseSo öde hatte sich Matt Weston Ryan Reynolds die Arbeit für den US-Geheimdienst CIA nicht vorgestellt. Statt die Welt zu retten, hütet er ein sicheres Haus, ein Safe House, in Kapstadt. Den ganzen Tag sitzt er dort herum, während seine Freundin Ana (Nora Amezeder) glaubt, er sei im Büro. Doch dann bringt die CIA den zwielichtigen Geheimnishändler Tobin Frost (Denzel Washington) in Westons Safe House unter, der einen Datenträger mit brisanten Informationen besitzt. Schnell taucht ein Killerkommando auf, das Frost zur Strecke bringen soll. „Kino: Wüste Schießereien im Safe House“ weiterlesen

Red im Kino: Spreng’s noch einmal, Bruce

Actionfilme könnten ein Riesenspaß sein, wenn sie nicht ständig versuchten, mehr zu sein. Erst kürzlich in „Inception“ konnte man verfolgen, wie sich ein eigentlich packender Film final im Selbstmitleid seines Helden ertränkte. Damit lag der Film im Trend: Kaum ein Hollywood-Heroe, der nicht an sich selbst litte.

Oder nehmen wir einen gewissen Bond, James Bond. Wie ist er doch abgesackt vom coolen Geheimagenten zum Amok laufenden Nervenbündel! Man fühlt sich peinlich berührt, wenn knallharte Killer, Agenten und Cops wort-, oft sogar tränenreich von böser Kindheit, verlorener Geliebten oder gemeuchelten Kindern stammeln. Und nach dem Film fühlt sich der Zuschauer wie ein Psychoanalytiker nach einem langen Arbeitstag. Der Held ist Antiheld, ist geschundene Existenz und kann nicht anders, das ist die Botschaft des modernen Actionkinos. Aber jetzt läuft „Red“ in den Kinos. „Red im Kino: Spreng’s noch einmal, Bruce“ weiterlesen

Kino: Inception – Matrix meets Titanic

Träume zerplatzen nicht sanft wie Seifenblasen, sie versinken in einem Reigen aus umherfliegenden Gebäudeteilen, Bäumen, Autos und Menschen. Christopher Nolan lässt in „Inception“ die Träume seiner Protagonisten mit der Wucht von Nuklearwaffen implodieren – und die Logik auch.  Wenn ein Film in diesem Jahr den Titel „Blockbuster“ verdient hat, dann dieses Weltenerschaffungs- und -zerstörungsepos mit Leonardo DiCaprio. „Kino: Inception – Matrix meets Titanic“ weiterlesen