Surfen in der Postprivatsphäre

Die Datenschnüffler sind überall. Die Lösung von Sean Hastings: „Benutzen Sie doch die Internetverbindung von jemand anderem! Dann war der schuld.“ Noch eine Kostprobe? Es geht darum, ein Netzwerk so abzusichern, dass gerade niemand darüber unerlaubt surft. Hastings rät: „Wenn Sie schon einen drahtlosen Anschluss zu Hause haben, dann lassen Sie ihn offen, ohne Verschlüsselung oder Zugangssperren! Nach dem Motto: Wie, jemand hat die Computer des Innenministers von meiner Internetadresse aus gehackt? Die haben sich bestimmt in mein drahtloses Netzwerk geschlichen. So was. Seit Wochen schon habe ich mir vorgenommen, da mal ein ordentliches Passwort einzubauen, aber man kommt ja zu nichts…“

Sean Hastings ist renommierter IT-Sicherheitsexperte. Im Interview mit der ZEIT vertritt er den Standpunkt: Das Private ist sowieso nicht zu retten, man sollte sich genau überlegen, was man verheimlicht, weil gerade das die staatlichen Schnüffler anlocken könnte.

Mozilla will Nutzerdaten sammeln

Frei, sicher und durch unzählige Erweiterungen an alle Lebenslagen anpassbar. Der Firefox-Browser ist seit seinem Erscheinen 2000 der Liebling politisch korrekter Internet-Nutzer. Damit könnte es nun vorbei sein. Heise berichtet, dass jetzt auch Firefox-Anbieter Mozilla Nutzerdaten mitloggen will. Das Newsportal beruft sich auf einen Blogeintrag des Mozilla-CEO John Lilly. Darin schwärmt Lilly von den Möglichkeiten. Aus den Userdaten könnte das erste vollständige Bild über Internetnutzung werden.

Bisher liegt der Firefox an Marktanteilen zwar immer noch abgeschlagen hinter dem Microsoft Internet Explorer. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und das was werden soll, ein komplexes Bild von menschlichem Verhalten im Internet, will Mozilla an jeden weitergeben, der danach fragt. Entlastend sei erwähnt, dass Lillys Pläne noch keine feste Form besitzen.

Firefox 3.0 – Erste Eindrücke

Die augenfälligste Neuerung am neuen Ubuntu 8.04 LTS ist der neue Firefox-Browser 3.0. Hardy Heron kommt mit einer Beta des freien Browsers. Man darf sich darüber streiten, ob die Verbesserung in der Bedienung so gelungen sind. So schlägt der Browser bei der Eingabe von Adressen URLs aus den Lesezeichen vor. Auf jeden Fall fügt sich Firefox 3.0 besser in das Thema des Ubuntu-Desktops (Gnome) ein. Die größte Verbesserung zeigt der Firefox aber in Sachen Geschwindigkeit. Ich habe es nicht gemessen, aber subjektiv baut der neue Kleine Panda Internetseiten deutlich schneller auf als sein Vorgänger. Das Mozilla-Projekt hat versprochen, dass der neue Browser auch eine ganz lästige Angewohnheit seiner Vorgänger beendet. Die haben nämlich einmal belegten Arbeitsspeicher nicht wieder frei gegeben.

Ubuntu 8.04 Hardy Heron auf IBM Think Pad R51e

Ich hatte mir geschworen, dem Gibbon (7.10) so lange wie möglich die Treue zu halten. Die Langeweile auf dem Krankenlager mag dazu beigetragen haben, dass ich nun doch den Sprung auf die neue Version 8.04 getan habe. Ein Update über das Netz kam für mich nicht in Frage. Damit bin ich schon bei früheren Versionen gescheitert. Also: CD downloaden und installieren. Der grafische Installer funktioniert mittlerweile tadellos. Eine kleine Irritation: Hardy gibt nur noch die Wahl, eine Partition zu formatieren oder nicht. Frühere Versionen haben noch darauf hingewiesen, dass alle Daten erhalten bleiben, wenn man sich gegen das Formatieren entschieden hatte. Ein Detail, das man gleich vergisst, wenn das System – in neuer Rekordzeit – hochfährt. Alle Benutzereinstellungen sind noch da. Ich brauche immer noch einen zusätzlichen Benutzer bzw. eine zusätzliche Benutzerin. Meine Frau liebt es nicht, wenn ich Linux-Experimente mache. Und so schlich sich bei mir eine gewisse Nervosität ein als sich der Benutzeraccount im grafischen Menü nicht einstellen ließ. Das System informierte mich völlig zurecht, dass da bereits ein Ordner im Home-Verzeichnis sei. Eine kurze Recherche und eine Frage in Ubuntuusers brachte mich auf den Kommandozeilenbefehl „adduser“:

$ sudo adduser NEUERNAME

Danach noch das Passwort eingeben:

$ sudo passwd NEUERNAME

Danach muss geht es wieder in das Menü zur Benutzerverwaltung: Dort muss man der neuen Benutzerin Rechte zuweisen (wann dürfen wir Männer das schon unwiedersprochen?) und den ganzen namen eintragen. Fertig!
Mehr kann ich derzeit über das neue Ubuntu nicht sagen. Vielleicht noch soviel: Der Wechsel fällt kaum auf.