Verteufelte Heimatpartei

Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht. Der Mutige ist SPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer. Die Wahrheit verkündete er jüngst im Stern: Die SPD muss ihre Pauschalabgrenzung gegenüber der Linkspartei endlich aufgeben, fordert der Parteilinke. Das wird tatsächllich allerhöchste Eisenbahn. Warum sollen sich ausgerechnet die Sozialdemokraten in Hessen besonders deutlich von den linken abgrenzen, wo die Partei doch überhaupt keine SED-Vergangenheit besitzt. „Verteufelte Heimatpartei“ weiterlesen

Was wäre, wenn es Hitler nicht gegeben hätte?

Die Kaczinskis, Europas Krawallbrüber, haben es auf den Punkt gebracht: Wenn es die Jahre 1939 bis 1945 nicht gegeben hätte, dann hätte Polen heute 66 Millionen Einwohner und nicht knapp 40 Millionen. Das KuK-Gespann spricht da eine große Wahrheit gelassen aus. Überlegen wir einmal. Wenn es die Nazis nicht gegeben hätte, dann…

1. …gäbe es gar keine EU, in der die Zwei herumstänkern könnten.

2. …läge Polen heute teilweise in der Ukraine.

3. …entgingen polnischen Straßenhändlern Einkünfte, weil sie ja den deutschen Neonazis keine Hitlerbüsten mehr verkaufen könnte.

4. …gäbe es keine Neonazis.

5. …wäre Frankreich noch der Erbfeind, und die Neonazis wären Neomonarchisten, die das Elsaß von Frankreich zurückholen wollten.

6. …gäbe es weder einen Staat Israel noch die Palästinenser.

7. …wären Albert Einstein und Peter Lorre in Deutschland geblieben – um nur einige zu nennen.

8. …

Was wäre, wenn es Hitler nicht gegeben hätte? Fällt euch noch etwas ein? Dann freue ich mich auf Kommentare.

G8: Neben Nazis am Sperrzaun

Wenn die NPD durch die Globalisierung das gefährdet sieht, was sie für die „deutsche Identität“ hält, dann müsste man ja eigentlich gar nicht mehr zur G8-Demo nach Heiligendamm fahren. Doch die Kritik aus den Reihen der Globalisierungskritiker ist notwendig, egal wer noch alles mit am Sperrzaun steht.

Den Kritikern schließen sich jetzt auch die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) an. Die Entwicklungspolitik der Industrienationen habe nicht die Zahl der Armen in Afrika verringert, sondern die Zahl der Millionäre erhöht.

U-Boote im Verfassungsschutzbericht

Der Verfassungsschutzbericht ist da, und er dürfte – fast – nach dem Geschmack unseres Innenministers sein. Nach seinem Geschmack, weil die Anzahl der politisch motivierten Gewalttaten angestiegen ist, was Öl auf Wolfgang Schäubles Radnaben ist. Fast, weil für das Gros der Straftaten auf das Konto der Rechten geht. Dennoch sieht der Minister die größte Gefahr in der islamistischen Gewalt. Das kann niemanden wundern: Die Rechten taugen nicht als Kinderschrecks. Viel zu sehr haben wir uns an sie gewöhnt. Außerdem vergreifen sie sich so gut wie nie an potenziellen CDU-Wählern. Die Islamisten haben meines Wissens hierzulande überhaupt noch niemanden umgebracht. Schon deshalb eignen sie sich für Angstkampagnen. Ihnen trauen wir alles zu, wofür Neonazis nach landläufiger Meinung zu dumm und Globalisierungskritiker zu chaotisch sind. Das fasst Schäuble als Anlass für sein Mantra von der Online-Durchsuchung auf. Die Islamisten sind die U-Boote des Verfassungsschutzberichtes: Man sieht sie nicht, man hört sie nicht, aber jeder zittert vor ihnen.