SPD: iWahlkampf im rechtsfreien Raum

Die SPD wahlkämpft auf dem Kult-Handy Apple iPhone. Unvorsichtige iPhone-Nutzer werden demnächst ein Programm namens iSPD auf ihrem iPhone finden, wenn sie allzu unvorsichtig im AppStore herum klicken. Das streut die Partei in einer Pressemitteilung unters Volk. Ob das ein gutes Signal ist, wenn die demente Arbeiterpartei sich auf dem Statussymbol für Yuppies und Zertifikate-Gewinner vermarktet? Dafür soll iSPD wenigstens kostenlos über den AppStore vertrieben werden. Übrigens, liebe Genossen: „App“ steht für „Application“ und heißt soviel wie „Anwendung“. Kleine kostenlose Nachhilfestunde von hier, aus dem gefährlichen rechtsfreien Raum. „SPD: iWahlkampf im rechtsfreien Raum“ weiterlesen

Ich wähle Piraten

Nachdem sich nun auch die SPD an der Demontage des Rechtsstaats beteiligt, brauchen die Bürgerrechte eine neue Heimat: die Piratenpartei. Um zur Bundestagswahl zugelassen zu werden, braucht die Partei in jedem Bundesland, in dem sie antreten will, 2000 Wählerinnen und Wähler, die mit ihrer Unterschrift die Piratenpartei unterstützen. Natürlich geht das noch nicht komplett per Internet. Aber man kann die Formulare per Internet bestellen: http://ich.waehlepiraten.de/. „Ich wähle Piraten“ weiterlesen

Ganz Hesse lacht – nicht nur zur Fassenacht

Hessens SPD hat die Weichen in Richtung Neuwahl gestellt. Thorsten Schäfer-Gümbel soll Roland Koch und die CDU jetzt das Fürchten lehren. Drei Eigenschaften qualifizieren Thorsten Schäfer-Gümbel zum Spitzenkandidaten: 1. Andrea Ypsilanti braucht ihn nicht zu fürchten, 2. Ypsilantis Gegner in der Hessen-SPD brauchen ihn nicht zu fürchten, 3. Steinmeier braucht ihn nicht zu fürchten.

Er hat aber auch einen Nachteil: Roland Koch braucht ihn nicht zu fürchten. Noch nie ist jemand mit einem Doppelnamen in der deutschen Politik etwas Ranghöheres geworden als Famlien-, Justiz- oder Gesundheitsministerin. Mit Thorsten Schäfer-Gümbel kehrt die Hessen-SPD endlich auf die Verliererstraße zurück, auf der sie sich ohnehin viel besser auskennt. In Berlin kursiert ein netter Witz:

Treffen sich ein Bundestagsabgeordneter aus Hessen und einer aus Berlin.

Der Berliner: „Hast du schon gehört? Bei uns nennt man die Hinterbänkler jetzt Hessenbänkler.“

Der Hesse antwortet: „Ach ja? Bei uns nennt man sie Spitzenkandidaten.“

Der Fall Ypsilanti oder die Angst der SPD vor Siegerinnen

Wenn die Hessen-SPD so mit Siegern umgeht, dann wundert es nicht, dass die Genossen bisweilen Probleme haben, Spitzenkandidaten zu finden. 24 Stunden vor der Wahl von Andrea Ypsilanti zur hessischen Ministerpräsidentin schlug vier sozialdemokratischen Landtagsmitgliedern das Gewissen. Sie verweigerten das Ja-Wort zu einer rot-grünen Koalition mit Billigung der Linkspartei.

Auch wenn SPD-Chef Franz Müntefering im Fernsehen heute Solidaritätsbekundungen mit der gemeuchelten Hessenwahlsiegerin abgibt: Man wird das Gefühl nicht los, dass das hessische Kleeblatt sich mit seinem Verrat an der hessischen Sache an höherer Stelle empfohlen hat. Wie wäre es mit einem Staatssekretärsposten in einer Steinmeier-geführten Regierung nach der Bundestagswahl? Und dann irgendwann aufs Altenteil bei RWE? Da kann man sich schon mal ein paar Tage lang in der hessischen Provinz als Königsmörder verfemen lassen.

Worte ohne Balken und Bildung

„Zwei Hälften sind immer gleich groß, aber das wird die größere Hälfte von euch nie kapieren“, weiß der Volkmund. Klar soweit? Wenn nicht eine Hälfte von etwas exakt genauso groß wäre wie die andere, dann fehlte die Grundlage, um überhaupt von einer Hälfte zu sprechen. Der zweite Teil dieser bei Mathematiklehrern außerordentlich beliebten Weisheit verleiht dem Wissen um die Endlichkeit didaktischer Möglichkeiten Ausdruck. „Worte ohne Balken und Bildung“ weiterlesen