Tonarm-Tuning: Rega RB-300 neu verkabeln

Rega RB300 demontiert
Demontierter Rega-Arm

Auf dem unverwüstlichen Thorens-Laufwerk TD-166 wächst der günstige Tonarm Rega RB-300 über sich hinaus. Aber in dem Tonarm steckt noch viel mehr. Wer die Innenverkablung des Armes gegen ein gutes – durchgehendes – Kupferkabel tauscht, erlebt sein blaues Wunder. Ich habe ein hochreines Kupferkabel mit fertig angelöteten, vergoldeten Kabelschuhen für 30 Euro bei eBay gekauft.

Wer sein Kabel mit angelöteten Anschlüssen kauft, muss es von vorn nach hinten durch den Arm ziehen, erspart sich aber das Anlöten der ohnehin sehr fragwürdigen Kupferwinkel, die Rega an dem Arm verwendet. Stürzen wir uns in die Bastelei. Wichtig: Der Eingriff geschieht auf eigene Gefahr. für den Erfolg kann ich so wenig garantieren wie Rega. „Tonarm-Tuning: Rega RB-300 neu verkabeln“ weiterlesen

Analog Basics: Thorens II

Heute kommen wir zum Tuning des Thorens-Laufwerks. Fangen wir mit den einfachsten Maßnahmen an. Die Gummimatte auf dem Plattenteller gehört in den Müll. Vielleicht findet sich ja Verwendung als Untersetzer für Töpfe oder Kannen. Zwei Materialien bieten sich an: Filz oder Leder. Beide Materialien führen zu besserer Detaildarstellung, zu tieferer räumlicher Staffelung, besserer Sprachverständlichkeit. Leder klingt schlanker. So zackig und impulsiv haben Sie Ihren Thorens noch nie gehört. Doch dafür verliert der Plattenspieler viel Klangfarbe. Mein Rat: Wenn Sie die weiteren Tuning-Maßnahmen ebenfalls ins Auge fassen, dann nehmen Sie Filz. Dabei funktionieren auch die Slipmats aus dem DJ-Bedarf. Allerdings sollte immer die filzigere Seite nach oben zeigen.

Die zweite Maßnahme verlangt schon mehr Arbeit. Entfernen Sie die Hartfaserplatte. Leimen Sie hinten in die Mitte des Rahmen einen Holzklotz und platzieren Sie das Laufwerk auf drei Punkten. Sie können drei der Gummifüßchen verwenden, besser sind aber Spikes. Hintergrund: Die Hartfaserplatte resoniert zu stark. Im Ergebnis gewinnt die tonale Ausgewogenheit des Plattenspielers. Er verliert seinen zum Dröhnen neigenden Oberbass. Noch besser, aber auch aufwändiger wird das Ersetzen der Bodenplatte durch eine ausgesägte Platte aus Birke-Multiplex. Wichtig dabei: Aussägen! Von der Platte darf nur eine Art Rahmen übrig bleiben.

Jetzt enden die Heimwerker-Tricks. Ersetzen Sie die Federn an denen das Subchassis hängt. „Analog Basics: Thorens II“ weiterlesen

Analog Basics: Thorens, Teil I

Thorens TD-125 MK IIEs war einmal, vor langer Zeit, da waren Plattenspieler nichts besonderes. Fast jeder hatte einen. Der Plattenspieler war Klangquelle Nr. 1. Um das Gerät machte man damals sowenig Kult wie um die, die es schufen. Sie waren keine genialen Visionäre wie Ivor Tiefenbrun. Sie waren biedere Ingenieure. Besonders der Schwarzwald entwickelte sich zum Mekka der Plattendreher. Dual produzierte dort, und Thorens. Der 1883 in der Schweiz gegründete Hersteller zog in den 1960er Jahren wegen der Zusammenarbeit mit EMT nach Lahr im Schwarzwald um. Dort begann die große Zeit von Thorens. Fast alle Geräte, die hier entstanden, wurden bis heute gesuchte Klassiker. Der TD-124 beispielsweise. Den Teller trieb damals ein Reibrad. Das machte man damals bei den frühen Studiolaufwerken so. Bis heute streiten die Geister, ob der TD-124 oder die Reibrad-Laufwerke von Garrard die besten Laufwerke aller Zeiten sind. Doch der Durchbruch blieb dem Riemenlaufwerk vorbehalten. TD-125 (Foto oben) und 126 galten schon zu Lebzeiten als audiophile Juwelen. „Analog Basics: Thorens, Teil I“ weiterlesen