Der Fall Ypsilanti oder die Angst der SPD vor Siegerinnen

Wenn die Hessen-SPD so mit Siegern umgeht, dann wundert es nicht, dass die Genossen bisweilen Probleme haben, Spitzenkandidaten zu finden. 24 Stunden vor der Wahl von Andrea Ypsilanti zur hessischen Ministerpräsidentin schlug vier sozialdemokratischen Landtagsmitgliedern das Gewissen. Sie verweigerten das Ja-Wort zu einer rot-grünen Koalition mit Billigung der Linkspartei.

Auch wenn SPD-Chef Franz Müntefering im Fernsehen heute Solidaritätsbekundungen mit der gemeuchelten Hessenwahlsiegerin abgibt: Man wird das Gefühl nicht los, dass das hessische Kleeblatt sich mit seinem Verrat an der hessischen Sache an höherer Stelle empfohlen hat. Wie wäre es mit einem Staatssekretärsposten in einer Steinmeier-geführten Regierung nach der Bundestagswahl? Und dann irgendwann aufs Altenteil bei RWE? Da kann man sich schon mal ein paar Tage lang in der hessischen Provinz als Königsmörder verfemen lassen.

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