Monat: März 2004

Deutschland sucht den Bundspräsidenten: Wolfgang Schäuble

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Im Dunstkreis der Union gibt es kein Gefecht, in das der wackere Schwabe noch nicht gerollt ist. Zurück kam er immer mit einer blutigen Nase. Der brave Parteisoldat hat mit hündischem Gehorsam Onkel Kohl seinerzeit die Geldkoffer spazieren getragen und – als der Skandal ins Rollen gekommen war – ernsthaft gehofft, dass Kohl ihm seinen Teil der Verantwortung abnimmt. Ein Mann mit Schäubles Vergangenheit sollte niemals Bundespräsident werden. Zum Wohle des Amtes, des Landes und zu seinem eigenen Besten.

Deutschland sucht den Bundespräsidenten: Joseph Kardinal Ratzinger

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Für die deutschen Katholiken kann es nur einen ernsthaften Kandidaten für das höchste deutsche Staatsamt geben: Den obersten deutschen Katholiken, den eisernen Kardinal. Joseph Kardinal Ratzinger ist der Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre – gleichsam der letzte Großinquisitor – und deshalb schon von Berufs wegen ein moralisch integrer Mann. Ratzinger schwingt das Evangeliar wie ein Schwert – gegen Schwule, Frauen und zur Not auch gegen Harry Potter.

Deutschland sucht den Bundespräsidenten

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Heute haben sich die Gewerkschaften zur Wahl des bürgerlichen Kandidaten geäußert. Horst Köhler sei zu wirtschaftsnah. Wenn jetzt auch die Gewerkschaften bei der Auswahl eines geeigneten Kandidaten mitreden dürfen, dann steht die Tür auch anderen offen. Anlass für mich, in den kommenden Tagen mögliche Kandidaten der Parteien und Verbände auf Herz und Nieren zu prüfen.

Kohl erinnert sich

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Wie können diese kargen Worte darstellen, welche Brisanz, welch historische Tragweite hinter dieser Nachricht steckt. Zwei parlamentarische Untersuchungsausschüsse haben sich immer wieder mit der skurrilen Architektur von des Pfälzers Gehirn befasst. An Parteispender sollte er sich erinnern – wir erinnern uns an Flick – oder an schwarze Kassen, die schließlich allen außer Kohl selbst zum Stolperstein geworden sind. Ernsthaft geschadet hat der Skandal um die schwarzen Kassen ja niemandem. Immerhin kommt jemand, der einst mit Koffern voll Bargeld durch die Republik gereist ist, heute schon wieder als Bundespräsident in Frage. Aber jetzt erinnert sich Kohl und seine Geschöpfe – Koch, Schäuble etc. – werden hoffen, dass er sich nicht zu genau erinnert.

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