Monat: Dezember 2005

Novell No. 1 in China

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Nur ein offenes Linux ist ein gutes Linux! So könnte man die Erfahrungen umschreiben, die chinesische Minsterien im Augenblick an der Linuxfront sammeln. Wenn schon Linux, dann richtig, sagen sich die Anwender und favorisieren die Linux-Distributionen von Novell und Red Hat. Wie Pro-Linux berichtet, hängt den chinesischen Linuxen vor allem die Einmischung durch staatliche Stellen wie ein Mühlstein um den Hals.

Die Dritte Welt beginnt in Berlin

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Gerade ist der Abspann des Films Corporation verklungen. Beginnen wir den Jahresrückblick mit dem Motiv des allmächtigen Konzerns, der die Regierungen zu Machtlosen degradiert: Ist dieses Bild richtig? Corporation meint: „Nein! Konzerne sind nicht unangreifbar.“ Bezogen auf mein Lieblingsthema – OpenSource – finden wir solche Beispiele in der Entscheidung Indiens, alle Schulen mit Open-Source-Software auszustatten. In Europa stellen in schwindelerregenden Tempo immer mehr öffentliche Verwaltungen ihre IT auf Open Source um. Der Abstand zwischen den Corporations und den Staaten ist längst so groß geworden, dass selbst Gemeinwesen wie die Bundesrepublik Deutschland zu Dritt-Welt-Staaten mutiert sind, die um den sozialen Frieden fürchten müssen, wenn sie den Konzernen – in diesem Fall Microsoft – weiterhin das Geld hinterher werfen.

Ein Wurm auf dem Gabentisch

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Der Weihnachtsmann sendet seine Würmer aus, meldet das deutsche Unternehmen Panda. Wer den Anhang einer Mail mit dem in diesen Tagen unverfänglichen Betreff „Merry Christmas!“ öffnet, fängt sich einen Wurm ein. Dieser lädt, damit er nicht so allein bleibt, allerhand lustige Trojaner herunter und versendet die frohe Botschaft vom Inhalt des infizierten PC ins Netz. Frohe Weihnachten!

Glotze für die Armen!

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Die Tage des analogen Fernsehens sind in den USA gezählt! Aber keine Angst, liebe Wohlfahrtsempfänger: Bedürftige Haushalte werden vom Staat mit 1,5 Mrd. Dollar bei der Anschaffung von Digital-TVs unterstützt. Klar: Wie sollte auch sonst die Army künftig um Kanonenfutter werben, wenn der Bildschirm schwarz bleibt? Und wie sollten Kandidaten beider Parteien ihre Wahlkämpfe führen, wenn der Analphabetismus unaufhaltsam in die Mittelschicht vordringt? Dann hätten die Vereinigten Staaten Zustände wie im alten Europa.

Freut euch auch an kleinen Dingen

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Können Sie sich auch an Kleinigkeiten freuen. Lacht Ihnen das Herz bei Nachrichten, die den meisten Menschen selbstverständlich erscheinen? Dann habe ich eine Neuigkeit für Sie: Die USA einigen sich auf ein Verbot der Folter! Jetzt aber hoch die Tassen! Freut euch, Ihr lächerlichen Prinzipienreiter im alten Europa. Die Welt soll merken: Wir halten uns an die Anti-Folter-Konventionen. Das soll sinngemäß George W. Bush gesagt haben, die Tatsache geflissentlich übersehend, dass er sich bis zuletzt verbissen gegen ein Folterverbot gewehrt hat.
Liebe europäische Landsleute,
die Amerikaner sind ein einfaches Volk, das sich gern an einfachen Dingen freut – und erwartet, dass wir diese Freude teilen. Seien wir nicht erstaunt, wenn sie demnächst einen Kniefall erwarten für die Tatsache, dass sie noch nicht einfach mal so aus Lust und Laune einen dritten Weltkrieg angefangen haben.

Copyright © 2026 Wolff von Rechenberg

Theme von Anders Norén↑ ↑