Aus meiner Sicht

Schlagwort: Musik (Seite 1 von 4)

Zum Tod von Nanci Griffith

Mit Nanci Griffith ist in diesem Sommer eine der außergewöhnlichsten Stimmen für immer verstummt. Die Sängerin, Songwriterin und Grammy-Gewinnerin starb am 14. August 2021 im Alter von 68 Jahren. den Grammy hat Griffith für ihr Album „Other Voices, Other Rooms“ bekommen. Bekannt war sie vor allem für ihre Duette mit anderen bekannten Sängerinnen und Sängern aus Country, Folk und Pop. Ich habe Nanci Griffith 1991 über das Album „Late Night Grand Hotel“ kennengelernt, das bis heute zu den regelmäßigen Gästen auf dem Teller meines Plattenspielers zählt. Darauf findet sich ein Duett mit einer anderen außergewönlichen Stimme. Mit Tanita Tikaram sang Nanci Griffith die Ballade „It’s Too Late“. Es ist noch nicht zu spät, Nanci Griffith kennenzulernen.

CD-Tipp: Paul Anka erklimmt den Wonderwall

Rock Swings, behauptet Paul Anka auf diesem Album

Rockklassiker im Swingsound? Reicht es nicht, dass die Songs unserer Jugend immer wieder von geschäftstüchtigen Geigern (David Garrett) oder grölenden Männerchören (Santiano) durch die Mangel gedreht werden? Mir nicht. Deshalb ist „Rock Swings“ von Paul Anka ein weiterer Tipp von mir für die Quarantäne, den Lockdown oder die einsame Insel.

Der Name Paul Anka steht beim einen für die Vorhölle der Schnulzenheinis, nur einen Schritt vor Barry Manilow – oder einen dahinter. Für den anderen zählt Paul Anka zu den letzten großen Croonern, die die Fackel der großen Swing Orchester tragen. Wenn er und Tony Bennett einst dahingeschieden sind, geht ein Stück Musikgeschichte zuende. Über das Gesamtwerk von Paul Anka haben sicher beide Ansichten ihre Berechtigung. Für „Rock Swings“ von 2005 sollten wir uns allerdings auf letztere Sichtweise verständigen können.

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CD-Tipp: Blue Tango – Symphonic Pops by Leroy Anderson

56 Minuten Musikspaß für den Lockdown

Das Kölner Rundfunkorchester unter Pinchas Steinberg hat 1989 eine musikalische Rundreise durch die größten Erfolge von Leroy Anderson (1908 – 1975) unternommen. Eine hervorragende Einspielung der Werke eines Komponisten, der sein Leben lang nur eines im Herzen trug: den Spaß an der Musik.

Immer wenn Musik von Leroy Anderson erklingt, meint man zu hören, welchen Spaß, der Amerikaner beim Komponieren gehabt haben muss und welchen Spaß die Musiker beim Spielen dieser Musik hatten. Viele dieser musikalischen Miniaturen von wenigen Minuten Länge waren Hits in ihrer Zeit. Etwa das Titelstück der CD, „Blue Tango“, Andersons erster Millionseller. Den „Typewriter“, in dem der Komponist das Orchester zum Tackern einer Schreibmaschine spielen lässt, machte der Komiker Jerry Lewis in seinem Kinohit „Der Ladenhüter“ („Who’s minding the store?“ – USA 1963) zum Welterfolg. Genießen wir diese Szene noch einmal, bevor wir fortfahren:

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HiFi-Klassiker: Audio-Technica AT95E vs. VM95E

Der Klassiker ist tot, lang lebe der Klassiker

38 Jahre lang hat Audio-Technica mit seinem giftgrünen AT95E die HiFi-Szene geprägt und im Streit entzweit. Und das mit einem Tonabnehmer für 50 Euro – oder damals: 50 D-Mark. Die einen fanden in dem preisgünstigen Audio-Technica-System den Einstieg in die Zauberwelt des analogen Musikgenusses, die anderen geißelten die ihrer Ansicht nach zu scharfen Höhen oder die etwas zu prominenten Bässe. Des Pophörers Droge war des Klassikhörers Gift. In der Tat besaß das AT95E eine Art eingebaute Loudness Funktion. Und an zu scharfen Höhen durfte man sich bei Popscheiben in den 1980er Jahren ohnehin nicht beschweren.

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