Linux: 2. Knoppix – Halb Zehn in Deutschland

Ein ganzes Linux auf einer CD: Klaus Knopper hat es mit Knoppix vorgemacht. Mittlerweile macht sich eine ganze Reihe von Anbietern Knoppers Know How zunutze. Kanotix zählt zu diesen Ablegern. Wenn es darum geht, ein Debian basiertes Linux fest zu installieren, sollte Kanotix den Vorzug vor Knoppix bekommen. Kanotix kommt umfangreich ausgestattet. Was an Programmen nicht drauf ist, lässt sich wunderbar einfach per “Synaptic” aus den Debian-Repositories nachladen. Wir betreten hier ganz allmählich das Territorium der Linuxe, die DSL voraussetzen. Ein Debian ohne Online-Updates ist ein halbes Debian. Dieses Prinzip gilt auch für das Nachinstallieren von Videocodecs (libdvdcss, w32codecs) oder von True Type Fonts (msttcorefonts). Zwei Vorwürfe muss sich Kanotix gefallen lassen:
1. Der Internetzugang ist default nur für den Root freigeschaltet.
2. Es gibt erstmal nur KDE. In diesem Monstrum von einem Desktop die Einstellungen für die Benutzer zu verändern, verlangt nach der Odyssee durch die Menüketten schon etwas mehr als logisches Denken.
Für mich und KDE gilt: Was Gott der Herr getrennt hat, soll kein Programmierer je zusammen fügen. Liebe Linux-Distributoren. Ich verstehe ja, dass ihr dem ängstlichen Windows-Umsteiger einen Desktop bereit stellen wollt, auf dem er sich spontan zu Hause fühlt. Aber warum installiert ihr dann nicht auch noch jede Menge Spyware und Programme, die alle 5 Minuten mit bunten Werbebannern das System stoppen, damit der Umstieg dann gar nicht mehr auffällt? Warum soll ich unter Linux etwas Umständliches nutzen, wenn es auch einfach geht (Gnome, Xfce)?
Morgen wenden wir uns der ersten Linux-Distri zu, die nicht mit Windows verwechselt werden will: Fedora Core 3.

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