Howto: Website mit WordPress

Screenshot: bahnsteig3.deDie Homepage ist wie ein Eigenheim. Der Besitzer möchte für lange Zeit daheim eine angenehme Umgebung vorfinden. Und noch etwas: Da der Webhoster für wenige Euro Aufpreis immer neuen Baugrund bereit hält, sollte das Eigenheim genug Möglichkeiten zum Ausbau bieten. Als Einstieg eignet sich WordPress.

Die Idee: Ein neues Weblog

Mein Neubau sollte ein Bahnblog sein: Bahnsteig3.de. Schon länger schwebt mir die Idee einer Internetseite rund um das Bahnfahren vor. Wohin sich das Projekt entwicklen würde, wäre eine Sache der investierten Lebenszeit, dachte ich. Deshalb spielte die Ausbaubarkeit des Blog bis zur vielseitigen Internetpräsenz eine große Rolle in meinen Überlegungen.

WordPress bringt Inhalte am schnellsten online

Als Gerüst sollte eigentlich eines der Open-Source-CMS dienen, die ich kürzlich einmal getestet habe, Joomla!, Drupal oder Contao. Eigentlich! Denn gelandet bin ich doch wieder bei WordPress. Im Aufbau einer neuen Website kommt es auf schnelle Fortschritte an. Und dafür eignet sich kein CMS so gut wie WordPress:

  1. Beste SEO-Voraussetzungen sorgen für gute Platzierungen in den Suchmaschinen. Schon aus dem Stand gilt WordPress als hervorragend suchmaschinenoptimiertes System. In dieser Hinsicht besser als Drupal, Joomla! oder Contao.
  2. Schnelle und einfache Einrichtung. Mit keinem anderen System bekommt der Neu-Webmaster so schnell Content online wie mit WordPress.
  3. Ich kenne es am besten.

WordPress bietet darüber hinaus noch einen Vorteil: Es ist das am weitesten verbreitete CMS. Zum einen finden sich deshalb im Netz recht schnell Antworten auf jedes Problem. Zum anderen gibt es für den Umstieg von WordPress auf die „großen“ CMS viele erprobte Anleitungen im Internet. Joomla! bietet sogar ein Plugin an, das Inhalte von WordPress-Installationen per Mausklick importieren können soll.

WordPress Installation

Die Installation besteht aus wenigen Schritten:

  1. WordPress herunterladen
  2. Anleitung lesen
  3. Entpacken
  4. Datei „wp-config-sample.php“: Hier muss der Nutzer die Name der Datenbank sowie Benutzername und Passwort eintragen. Viele Webhoster akzeptieren das standardmäßig eingetragene „localhost“ als Serveradresse. 1&1-Kunden müssen hier den Namen eintragen, der in der Datenbankverwaltung angezeigt wird. Anschließend speichern wir die Datei unter dem namen wp-config.php ab.
  5. Die Datein aus dem lokalen WordPress-Ordner in den entsprechenden Ordner beim Webhoster hochladen.
  6. Installation beginnen auf der Seite „www.deine-domain.de/ordner-mit-dem-neuen-wordpress/install.php.

Im Wesentlichen ist die Installation damit fertig.

Das WordPress Standard-Theme Twenty Eleven

Wer das System fertig gestellt hat, kann sich der Optik widmen. Die Designs heißen bei WordPress Themes. Moderne Themes beweisen, dass WordPress längst über ein reines Weblog-System hinausgewachsen ist. Mit dem Standardtheme „Twenty-Eleven“ lassen sich Seiten auch als sogenannte Showcase-Seiten veröffentlichen. Im Zeitungsgeschäft würde man von Schaufensterseiten, auf denen der Leser Anrisse für Geschichten im Zeitungsinhalt findet.

Nach der Installation begrüßte mich ein Titelbild mit einer Straßenbahn. Passte ideal zum Thema. Twenty-Eleven blieb und das Titelbild auch. Früher musste der Nutzer die CSS oder den PHP-Code des Themes editieren, um Hintergrundfarbe, Schriftfarbe oder Linkfarbe zu ändern. Moderne WordPress-Themes ermöglichen solche Anpassungen mit wenigen Mausklicks in der Verwaltungsoberfläche, dem sogenannten Backend.

Der WordPress-Standard „Twenty-Eleven“ ärgert mit einer kleinen Macke. Blogposts zeigt das Thema nur ohne Sidebar an. Eine Lösung bietet ein abgeandeltes „Twenty-Eleven“, das Nutzer hier herunterladen können. Das „Twenty-Eleven-Child“ lässt die Sidebar auf allen Seiten zu. Das Theme muss heruntergelden und dann über das Theme-Menü von WordPress vom Speicherort installiert werden. Achtung! Themes kommmen als ZIP-Dateien. Vor dem Installieren nicht entpacken!

Empfohlene Plugins

Moderne WordPress-Themes bringen viele Funktionen mit, die der Nutzer früher in Form von Plugins installieren mussste. So lassen sich mit dem in diesem Blog verwendeten Thema „Graphene“ Tweets anzeigen oder Google-Anzeigen einbinden. Das macht die Plugins nicht überflüssig. Empfohlen seien vor allem die Plugins zur weiteren Suchmaschinenoptimierung:

All-in-one-SEO
Dieses Plugin kreiert zusätzliche Felder für Meta-Description und Meta-Tags. Die Meta-Tags spielen heute praktisch keine Rolle mehr in der Suchmaschinenoptimierung. Die Meta-Description ist jedoch wichtig. Früher griff Google hier den Text zu den Suchergebnissen ab. Auch das hat sich heute erledigt. Google zeigt dem Suchenden heutzutage einen Textschnipsel mit den von ihm gesuchten Begriffen. Doch eine Meta-Description gilt jedoch nach wie vor als Pflichtangabe zu einem Text. Fehlt sie, gibt die Suchmaschine Punktabzug. Wer sich nicht selbst mit dem Ausfüllen der Meta-Description abgeben will, sollte das Plugin FV-Simpler-SEO verwenden.

Sitemap-XML
Google hat den Standard für eine Sitemap im XML-Format vorgegeben. Die Sitemap soll dem Robot der Suchmaschine das Indexieren der Seite erleichtern. Die Sitemap gibt einen Bonus von der Suchmaschine. Nach Meinung vieler Suchmaschinenoptimierer werten auch die Konkurrenten Bing und Yahoo die Sitemap aus.

Facebook-Integration
Schlechte nachrichten für alle Facebook-Hasser: Auf eine Website gehört ein Facebook-Like-Button. Das erwarten nicht nur immer mehr Nutzer heute. Das wertet auch Google positiv bei der Einstufung einer Seite.

Counterize
Eine Statistik muss sein. da Google Analytics nicht jedermanns Sache ist, empfehle ich für den Anfang dieses Plugin. Es handelt sich dabei um ein Statistik-Tool mit den wichtigsten Funktionen. Vorsicht: Das Werkzeug füllt sehr schnell die Datenbank.

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