Schlagwort: TV

TWD: World Beyond – Eine Warnung

„The Walking Dead: World Beyond“ schläfert sogar Zombies ein

„Wir müssen reden“, sagt Felix (Nico Tortorella) zu Tony (Scott Adsit) in der 6. Folge von „The Walking Dead: World Beyond“. Nein! Müssen wir nicht! Ihr habt in dieser Folge überhaupt noch nichts anderes getan! Panisch greife ich zur Fernbedienung und entfliehe Amazon Prime. Eigentlich quatscht man hier nur. Spätestens seit der vierten Folge steckt der ganze Cast in einer Gesprächsschleife fest. Eigentlich wollen die ProtagonistInnen aus Nebraska kommend das ferne New York City erreichen – quer durch das Nordamerika der Zombieapokalypse.

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TV: Das glückliche Ende der Wanderhure

Ja, auch ich habe „Das Vermächtnis der Wanderhure“ gesehen. Zumindest einen Teil davon. Dabei hatte ich mir schon nach etwa 20 Minuten des ersten Teils geschworen, mich nicht durch weitere Teile der Saga zu quälen. An diesen Schwur hätte ich mich erinnern sollen. Jetzt lastet das „Vermächtnis der Wanderhure“ tonnenschwer nicht nur auf meiner Historikerseele. Aber ich bin doch nicht absichtlich in dieses Inferno aus Mittelalter-Softporno-Soap und schluchzender Langeweile geraten! Lesen Sie weiter

TV-Tipp: Der gute Hirte

Der junge Edward Wilson (Matt Damon) erlebt in „Der gute Hirte“ als einer der ersten Agenten die Gründung der CIA mit. Der paranoide Alltag im neuen Geheimdienst stellt seinen Idealismus auf eine harte Probe und kostet ihn sogar sein Familienleben. In Robert De Niros Regiearbeit spielen neben DeNiro selbst und Damon noch Alec Baldwin und Angelina Jolie. Sixx zeigt „Der gute Hirte“ am Samstag, 31. März 2012, um 20.15 Uhr zum ersten Mal im Free-TV.

Der Ossi und die Demokratie

Gott hasst denkende Menschen. Wie könnte er sonst Anne Will erlauben. Die ARD-Sonntagabendtalkerin widmete sich gestern dem Phänomen Demokratieverdruss. Hintergrund: Eine Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung hat ergeben, dass die Demokratie in Deutschland an Rückhalt verliert.

In der Bearbeitung des Phänomens folgt Frau Will dem bewährten Muster: Um den Arbeitsaufwand in der Vorbereitung gering zu halten, verengt sie das Problem auf einen Teilaspekt: Im Osten genießt unsere Demokratie noch weniger Zustimmung als im Westen. Lesen Sie weiter

Das Strecken nach der dünnen Decke

Schwarz-Weiß-Diskussionen seien bereits in tausend anderen Talkshows geführt worden, setzte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil an und drohte damit Anne Wills Runde am Sonntagabend aus den Angeln zu heben. Denn genau darum ging es der Moderatorin: „Hungern muss hier keiner – Ein Land redet sich arm.“ So lautete das Motto. Und so polarisiert startete Anne Will in die erste Runde: Hier die ausgebeuteten Steuerzahler, dort die Sozialschmarotzer. Mehr hatte Anne Will nicht vorbereitet. Und genau das offenbarte die Personality-Show der Sonntagabend-Talkerin. Nicht einmal der Hurra-Modernisierer Guido Westerwelle (FDP) wollte Frau Will in Richtung Klassenkampf folgen.

Die Frage, wie können wir soziale Dynamik fördern, biegt Anne Will erfolgreich ab. Ebenso die Frage, woran es wohl liegt, dass immer mehr Menschen in eine Parallelgesellschaft abdriften, die man selbst dann nicht zur Arbeit zwingen könnte, wenn man die Hartz IV-Sätze halbieren würde. Eine Mindestlohndebatte rettet die – wieder einmal – schlecht vorbereitete Moderatorin. Da kommt Grabenkampfstimmung auf: Heiner Geißler (CDU) bezeichnet Guido Westerwelle als Denunziant. Gemeinsam mit Armutsforscher Butterwegge reitet er eine Attacke für die Ehre der Arbeitslosen. Dabei hatte einzig und allein Journalistin Rita Knobel-Ulrich den Transferempfängern pauschal Hängemattenmentalität vorgeworden.

Als auch dieses Scharmützel zu versiegen droht, zieht Anne Will den Joker. Warum will die SPD Gesine Schwan als eigenen Kandidatin für das Bundespräsidialamt aufstellen? Was hat das mit dem Thema zu tun? Landet Köhler im sozialen Netz, wenn er nicht wiedergewählt wird? Egal. Die Sendezeit ist um. Na, prima: Die dünne Decke einer schlampigen Recherche hat wieder einmal gehalten.

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