Schöne neue Welt mit Microsoft

Wenn Microsofts Plattformen die Welt verbessern sollen, wie es heute bei Winfuture.de zu lesen steht, dann schrillen bei mir alle Alarmglocken. Wenn der Fiat-Konzern Leben und Gesundheit seiner Kunden in die Hände von Microsoft gibt, dann ist das eine Sache. Im günstigsten Fall versuchen wir, den Zündschlüssel zu drehen, die Windschutzscheibe wird dunkel und der Bordcomputer belehrt uns darüber, dass wir nicht die Berechtigung besitzen, das Fahrzeug zu starten. Im ungünstigsten Fall verliert das System auf regennasser Fahrbahn bei 200 Km/h den Treiber für die Traktionskontrolle. Es muss ein beunruhigendes Gefühl sein, in dieser Lage vom Auto zu hören: Neue Hardware gefunden: Vorderachse.

Eine andere Sache ist es, wenn Microsoft beginnt, Verkehrsleitsysteme zu entwickeln – wie im Artikel angedroht. Das kann nur bedeuten, dass das Überqueren einer durch Lichtzeichen geregelten Kreuzung demnächst nur registrierten Verkehrsteilnehmern gestattet sein wird. Und glauben Sie nur ja nicht, dass Sie diese Registrierung umsonst bekämen.

Der Artikel nennt noch weitere mögliche Wirkungsfelder für Microsoft: Da wäre zunächst einmal die Baubranche, oder die Transportbranche und überhaupt das ganze “Infrastrukturmanagement”, was auch immer das bedeuten soll. Vielleicht haben wir vergessen, was Infrastruktur so alles umfasst, weil sie bei uns einfach so funktioniert. Genauso wie unser Transportsystem und unsere Baubranche, oder haben Sie sich schon darüber gewundert, dass Häuser hierzulande einfach stehen bleiben, wenn Kyril oder Wiebke zu Besuch kommen? Das wird sich ändern, wenn die Redmonder da mitmischen.

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