Linux Mint: Google Drive integrieren

Logo: Google Drive

Google Drive unter Linux Mint 20 “Ulyana” integrieren.

Wer ein Smartphone mit Android benutzt, verfügt auch über Speicherplatz in der Cloud, genannt Google Drive. Noch komfortabler wäre doch eigentlich, wenn wir Google Drive als Ordner auf dem Linux-PC liegen hätten und wir Dateien einfach per Drag and Drop darin ablegen könnten. Mit Linux Mint kein Problem. Ich habe mich für das Tool “rclone” entschieden und damit mein Google Drive auf dem Desktop meines PC integriert. Die folgende Anleitung gilt sowohl für Mint Cinnamon als auch für Mint Mate. Das Tool rclone müsste auch in anderen Ditributionen verfügbar sein. Insofern gilt dieses Howto auch für andere Desktop Linux Distributionen. Auf geht’s.

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Alan Parsons Project – Sound der Nerds

Corona, Kurzarbeit und Herbst: Da ist endlich mal Zeit, um in alten Platten und Erinnerungen zu stöbern. Was ich dabei finde, will ich hier teilen. #Wiedergehört. Viel Spaß beim Neu- und Wiederhören.

In den Schulen der späten 1970er Jahre versuchte jeder Junge wie John Travolta auszusehen, und jedes Mädchen himmelte Smokie oder die Bay City Rollers an. Aber niemand himmelte “Alan Parsons Project” an. Und niemand versuchte auszusehen, wie Alan Parsons. Kein Wunder. Der öffentlichkeitsscheue Soundtüftler, der dem Project den Namen gab, trat niemals in TV-Shows wie Disco auf. Es ging im Alan Parsons Project nicht um Äußerlichkeiten.

Genau das qualifizierte die Formation als Ikone der Nerds, zu denen auch ich damals zählte. Alan Parsons Project unterlief das Primat des Äußeren, unter dem auch wir damals litten. Das war etwas Rebellisches. Aber: Ohne rebellisch zu sein. Musikalisch war das Projekt 1976 auf “Tales of Mysteery and Imagination” mit dramatischer Geste gestartet. Legendär das großorchestrale Finale des Albums, “The Fall of the House of Usher”. In den folgenden Jahren und Alben steuerte das Projekt durch immer seichtere Gewässer.

Was blieb, war die perfekte Produktion. Da hatte Alan Parsons einen Ruf zu verlieren. Immerhin hatte er für Pink Floyd die Alben “Atom Heart Mother” und “The Dark Side of the Moon” oder für Jon Miles den Bombast-Hit “Music” gemischt. Das hatte ihm mehr Kritikerlob eingebracht als es seinerzeit für Tontechniker üblich war. Und auch in dieser Detailversessenheit steckte stets etwas Nerdiges.

1980 auf dem Album “The Turn of a Friendly Card” war Alan Parsons Project nur noch ganz nett. Auch thematisch nahm man es nicht mehr so genau. Die Themen Glücksspiel respektive Glück und Verlust wirken auf “The Turn of a Friendly Card” als lockere Klammer, um den Erwartungen des Publikums mit einem Konzeptalbum zu genügen. Heute liegt genau dieses Album öfter auf meinem Plattenteller als etwa das ambitionierte, aber auch etwas anstrengende “Tales of Mystery and Imagination. Eric Parsons und Eric Woolfson, die Köpfe hinter dem Projekt, hatten auf diesem Album ihre Experimente mit blubbernden Synthesizern endlich beerdigt. 1980 haftete dem Einsatz eines Synthis nichts Innovatives mehr an. “The Gold Bug” klingt wie ein Nachhall jenerExperimente.

Insgesamt ist “The Turn of a Friendly Card” ein musikalisch abwechslungsreiches Album, das nie anstrengend oder angestrengt daherkommt. Und schließlich debütiert Songschreiber Eric Woolfson in der Ballade “Time” als Sänger. Und dieses schwülstige Stück Musik muss man gehört haben.

 

Lovely Laura “Baker Street”

Die britische Sängerin und Saxophonistin Lovely Laura hat “Baker Street” von Gerry Rafferty, den melancholischen Klassiker schlechthin, in einen intimen Jazzsong verwandelt. Zerbrechlich und wunderschön.

Jetzt auch in Englisch

Die einzige echte Sprache der Welt hat einen festen Platz in meinem Leben, fast mein ganzes Leben lang. Wenn ich Informationen suche, schicke ich die Suchmaschine meines Vertrauens nicht selten von vornherein mit der englischen Übersetzung meiner Frage auf die Pirsch. Auf die meisten Fragen gibt es mehr englische als deutsche Antworten. Und – wichtiger – wir leben auf einer isolierten Informationsinsel, wenn wir uns mit Antworten auf Deutsch begnügen, liebe Landsleute. Der D-A-CH-Insel. Aber vielleicht interessiert sich ja auch jemand ausserhalb unserer kleinen Welt für die Dinge hier. Darüber will ich in einem neuen Blog schreiben: Letters From Germany läuft auf der Subdomain (Unterdomäne) en.wolffvonrechenberg.de.

Tipp: Synje Norland, Over It

MDR Kultur beschallt derzeit mein Home Office. Immer wieder lerne ich durch diesen Sender fantastische neue Musik kennen. Die Hamburger Sängerin Synje Norland zählt dazu. Auf ihrem zweiten Album “To The Other Side” findet sich das Songjuwel “Over It”. Viel Spaß.