Zu fett fürs Internet

Will die Bundesregierung sich nur um einen Bundeswehreinsatz im umkämpften Süden Afghanistans drücken? Oder stimmt es wirklich, was die Financial Times Deutschland (FTD) heute meldet? Deutschlands Soldaten sind übergewichtig. Was für ein Glück, denn was soll die Koalition der Willigen mit den Pummeln in Oliv im unwegsamen Bergland an der pakistanischen Grenze? Dort wo die Schluchten so eng sind, dass Damals-Kanzler Schröder wohlweislich nur die drahtigen KSK-Kämpfer dort hinein expediert hatte. Wo die Hänge so steil sind, dass sogar der Kanadier oder Amerikaner außer Puste kommt, wenn er hinauf kraxeln muss.

Dabei bedürfen die Amerikaner so dringend wie nie zuvor unserer Hilfe. Während in Afghanistan und Irak noch die Kugeln fliegen, inspizieren amerikanische Geheimdienste schon den nächsten Kriegsschauplatz. Nein, nicht Iran. In World Of Warcraft forschen die Amis nach Terroristen. Operation Reynard soll terroristische Netzwerke im Cyberspace ausheben. Die Vorhut, die dort jetzt daddelt, soll Kriterien entwickeln anhand derer sich normale von abnormalen Abläufen unterscheiden lassen. Das mag für „Second Life“ gelten, den wohl spießigsten Lebensraum im Internet mit Bausparverträgen, Autoraten und Handyverträgen. Ich bin gespannt, wie die Amis abnormale Vorgänge in World Of Warcraft isolieren wollen, wo grimmige Monster zum Alltag gehören.

Wo auch immer die Schlachten der Zukunft geschlagen werden, eins steht fest. Unsere Soldaten werden auch dafür zu fett sein.

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