Einmal Terroranschlag, aber bitte mit Toten

Kaum gewinnt man den Eindruck, dass die Amis allmählich aus dem Blutrausch erwachen und ihren durchgeknallten Präsidenten zügeln, da schmeißt Europa die Terrorpropaganda an: Heute hat Jacques Chirac einen Terroranschlag bestellt. Woraufhin er natürlich mit der geballten Atommacht von Frankreichs Force de frappe zurück schlagen werde, sagt er. Gegen wen? Ach so, gegen einen Staat. Wo liegt das genau, Monsieur Chirac, dieses Terroristan oder wie dieser Staat heißen soll?
Und bitte nehmen Sie endlich zur Kenntnis, lieber Irakkriegsverweigerer: Niemand im Nahen Osten hasst Sie genug, um bei Ihnen in Paris Hochhäuser einzuschmeißen. Gibt ja auch keine. Schon unser letzter Innenminister hat mit dem heroischen Mut der Verzweiflung versucht, einen Terroranschlag aufs Frankfurter Bankenviertel herbeizureden. Immer wieder hat er den Terroristen neue Ideen geliefert, Bio- Chemie-, Atom-, und sonstwas-Waffen.
Aber Sie, Monsieur le President und Otto Schily, Sie haben schon Recht: Wenn in Mitteleuropa nicht bald was passiert, dann fangen die Amerikaner an, Osama bin Laden bei uns zu suchen, und dann geht’s uns wie den Pakistanis: Unsere eigenen Geheimdienste werden den amerikanischen Bombern noch die Ziele markieren.

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