WordPress: Fast zehn Jahre CMS für Einsteiger

Wordpress-LogoWer schnell und einfach Inhalte im Internet anbieten will, kommt an WordPress nicht vorbei. Das gilt auch fast 10 Jahre nach dem Start der ehemaligen Weblog-Plattform. Im Vergleich zu umfangreicheren Content Management Systemen (CMS) überwiegen für Privatleute, Freiberufler oder Kleinunternehmer die Vorteile gegenüber den beherrschbaren Stabilitätsproblemen.

2003: WordPress vs. Blogger.com

Seit dem 21. August 2003 blogge ich mit WordPress. Das macht mich zu einem WordPressnutzer der ersten Stunde. Damals bot WordPress wenig mehr als eine Fläche, Nachrichten und Kommentare zu veröffentlichen. Wegen seiner leichten Handhabung eroberte WordPress schnell die Blogosphäre. Einigermaßen einsteigerfreundlich ließen sich Weblogs sonst nur auf Googles Blogger.com führen. Und WordPress konnten Blogger selbst betreiben, auf dem eigenen Webspace. Wer ganze Internetauftritte mit dem System realisieren wollte, stieß schnell an Grenzen. Über die Jahre hat sich das ehemalige Blog-System jedoch zum vollwertigen Content Management System (CMS) gemausert. Eine unüberschaubare Zahl von Plugins lässt kaum Wünsche offen. Heute lassen sich selbst Onlineshops problemlos mit WordPress eröffnen.

WordPress und die Stabilitätsprobleme

WordPress ist keine ernsthafte Konkurrenz für Systeme wie Joomla!, Drupal oder gar Typo3. Dazu reicht der Funktionsumfang von WordPress dann doch nicht. Den „großen“ CMS muss sich WordPress auch in Punkto Stabilität geschlagen geben. Nach wie vor führen Updates zu Problemen – bis hin zu Ausfällen des gesamten Internetauftritts. Diese Schwierigkeiten treten heute seltener auf als noch vor wenigen Jahren, aber sie kommen vor. Auch kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen einzelnen Plugins.

Vorteile von WordPress 

Doch ein gewissenhafter Nutzer, der vor einem Update jedesmal eine Sicherheitskopie seiner WordPress-Installation anlegt, profitiert von Vorteilen, die derzeit kein anderes CMS bietet:

  • WordPress ist im Handumdrehen eingerichtet.
  • WordPress ist einfach. Der Kunde kann nach kurzer Einarbeitungszeit selbst Inhalte aktualisieren oder Anpassungen im System vornehmen.
  • Ein Heer von Entwicklern überschwemmt geradezu das Web mit Unmengen von fertigen Desings, sogenannten Themes, die sich mit wenigen Handgriffen für jeden Zweck anpassen lassen. Noch mehr Möglichkeiten bieten kostenpflichtige Themes.
  • WordPress setzt die Maßstäbe in der technischen Suchmaschinenopimierung (SEO). Zahlreiche Plugins lassen hier weitere Verbesserungen zu. Wenn dann noch der Inhalt stimmt, besitzen WordPress-Seiten einen entscheidenden Vorsprung im Rennen um die vorderen Plätze in den Ergebnislisten der Suchmaschinen.

Gerade in den ersten beiden Punkten bietet sich WordPress für Existenzgründer und kleine Webangebote an. Mit WordPress lassen sich neue Internetauftritte buchstäblich über Nacht umsetzen. Läuft die Seite erst einmal, kann sich der Kunde nach kurzer Zeit selbst helfen. Davon können Betreiber von Drupal- oder Joomla!-Installationen nur träumen. Wer in der Lage ist, ein Typo3-System zu administrieren, der kann sich gar als gesuchter Experte betrachten.

Fazit: Schneller und günstiger geht es nicht ins Internet

Wo, bitte, geh’s ins Internet? Darauf gibt WordPress heute eine klare Antwort: Hier! Das zeigt schon folgender Sachverhalt: Entwickler der Konkurrenten Drupal und Joomla! haben für sichere Routinen gesorgt, auf denen Webseitenbetreiber ihre Inhalte von WordPress zu diesen umfangreicheren CMS um ziehen können. Für solche Migrationen finden sich im Internet viele verständliche Anleitungen (Howtos). Der umgekehrte Weg ist weniger gut vorbereitet und noch schlechter dokumentiert. Webseitenbetreiber starten also oft mit WordPress in den eigenen Internetauftritt. Stoßen sie an die Grenzen des Systems, ziehen sie mit ihren Webseiten in eines der umfangreicheren CMS um.

Existenzgründer starten mit WordPress ins Netz und wechseln bei Bedarf

Zur Explosion der Geschäftsmodelle im Internet dürfte WordPress entscheidend beigetragen haben. Das gleiche gilt für das Lager der Webdesigner. Mit WordPress kann jeder eine Webseite installieren und mit etwas Erfahrung auch die Klippen des Systems umschiffen. Die Anwenderfreundlichkeit zahlt sich für den Gewerbetreibenden in niedrigen Investitionskosten aus. Eine WordPressinstallation kann er für wenige hundert Euro einkaufen. Wer Joomla! oder Drupal für diesen Preis installiert, muss davon entweder nicht leben oder er kann nicht kalkulieren. Vom Industriestandard Typo3 wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden.

Firmenwebseite mit WordPress

Wer eine geschäftliche Internetpräsenz plant, sollte ernsthaft prüfen, ob er tatsächlich mehr braucht als WordPress bietet. Schneller und günstiger kommt man nicht zur eigenen Internetseite. Wie flexibel man WordPress für eine Firmenwebseite nutzen kann, zeigt Elmastudio anhand von 10 Beispielen.

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