Monat: Februar 2007

Folter nach Hörensagen

Zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2007 von Wolff von Rechenberg

Vielleicht sollten sie es lassen, die Schlapphüte der Bundes- und Landesämter, die zum Schutz unserer Verfassung gern mal jemand in Guantánamo verschimmeln zu lassen. Vielleicht sollten sie nicht mehr versuchen, irgendetwas ztu rechtfertigen. Jedes Argument, das da von der Zeugenbank an die Öffentlichkeit dringt, macht die Dinge im Fall Kurnaz nur noch schlimmer. Wenn wir das Amtsdeutsch von den Äußerungen heute vor dem Geheimdienstuntersuchungsausschuss abklopfen, dann ergibt sich folgendes Zitat: „Wir haben Murat Kurnaz für gefährlich gehalten, weil das Bremer Landesamt für Verfassungsschutz in der Nachbarschaft aufgeschnappt hat, dass der Kurnaz ein Islamist ist.“ Dass ein mutmaßlicher islamistischer Terrorist, wie jeder mutmaßliche Terrorist, wie überhaupt jeder mutmaßliche Gesetzesbrecher, einen Anspruch auf ein faires Verfahren hat, diese Ansicht scheinen 2002 weder die Büroklammerbonds in den Amtsstuben, noch der damalige Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier geteilt zu haben. Schämen Sie sich, wenn Sie diese Geheimdienstmafia damals gewählt haben, ich tu’s auch.

Amerikaner wünschen sich Bush erfunden

Zuletzt aktualisiert am 21. Februar 2007 von Wolff von Rechenberg

Die Mehrheit der Ameriakner wünscht sich, der US-Präsidenten George W. Bush sei nur eine erfundene Figur. Das berichtet der heutige Borowitzreport. Auf die Frage, „Wenn Sie sich aussuchen könnten, ob George Bush eine erfundene Figur oder eine wirkliche Person ist“, entschieden sich 51 Prozent der Befragten für den fiktionalen Charakter und 42 Prozent für die reale Person. Die übrigen sieben Prozent hielten Bush für erfunden. In einer Beliebtheitsskala erfundener Figuren musste sich der US-Präsident überdies nicht nur dem Superhelden Aquaman geschlagen geben, sondern auch der kleinen Meerjungfrau, dem Osterhasen und Sponge Bob (Schwammkopf).

Gelbe Gefahr am Amur

Zuletzt aktualisiert am 19. Februar 2007 von Wolff von Rechenberg

Die Stadt Blagoveschensk in Sibirien, am Fluss Amur, dem Grenzfluss zu China, hat ein Problem. Mehr als 100 Millionen Menschen leben auf der chinesischen Seite, und ständig fliehen welche aus China nach Russland. Schon jetzt leben sieben Millionen Chinesen auf russischer Seite im russisch-chinesischen Grenzgebiet. Der tapfere Bürgermeister von Blagoveschensk sagte dem Sender Al Jazeera: Die Chinesen sind uns als Touristen willkommen, aber eine Integration findet nicht statt.“ Das sieht der Geschäftsmann Long Chen etwas anders. Er ist seit 10 Jahren mit einer Russin verheiratet und mag das Land. Ein Russe ist er dennoch nicht geworden, verriet seine Frau Sveta dem arabischen Nachrichtensender: „Er ist für mich unersetzlich“, sagt sie, „er trinkt nicht, er raucht nicht, er hilft im Haushalt und verdient Geld“. Nachzulesen bei Al Jazeera.

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