Kategorie: Medien

Obama vs. McCain und die iReporter

Deutsche Radiosender trauen ihren Hörern gerade noch zu, Staus und Radarkontrollen (Flitzer-Blitzer) durchzugeben – CNN lässt seine Konsumenten über die US-Präsidentschaftswahl berichten. Die so genannten iReporter beschreiben ein Land im Ausnahmezustand: Ronnie Senique, Mathe-Lehrer aus Landover, Maryland, traf gegen 4 Uhr in der Frühe (Ortszeit) vor seinem Wahllokal ein, drei Stunden vor Öffnung. Da reichte die Schlange schon um die Ecke, durch die Schule und bis hinaus auf die Straße. Ähnliches schildert iReporterin Lynn Linnemeier im Südwesten von Atlanta. Sie musste sich im Parkhaus in der Schlange anstellen und zwei Stunden warten, bis sie ihre Stimme abgeben durfte. Dabei hatte sie ihre 9- und 16-jährigen Enkeltöchter dabei. Die sollen den Wecker gestellt haben, um ihre Oma ins Wahllokal begleiten zu können. Noch Fragen, liebe deutsche Politiker? Ach so… Ich vergaß… Hier sind wir ja schuld. Wir sind einfach nur zu verdrossen.

Rät WISO von Riester-Rente ab?

Das ZDF-Verbrauchermagazin WISO riet in seiner heutigen Sendung davon ab, Geldanlagen zu wählen, deren Funktion man nicht versteht. Dabei verschweigt die TV-Vereinfachungsmaschine die Riester-Rente. Kaum eine Geldanlage ist so schwer zu begreifen, wie die verästelte Rentenstütze, die einen Alt-Arbeitsminister unsterblich gemacht hat.

Get a Mac: Bean Counter

Das Warten hat ein Ende: Apple hat neue Get a Mac-Spots im Angebot. Dabei stellt Apple nicht wie bisher die Vorteile seiner schicken überteuerten Spielzeuge vergleichend in den Vordergrund. Die neuen Spots geben sich ganz und gar der Schadenfreude über das Vista-Desaster von Microsoft hin. Ein Genuss auch für all jene, die dem Glas- und Alu-Obstladen sonst kritisch gegenüber stehen. Da ich immer wieder feststelle, dass die Getamac-Filmchen längst nicht den Bekanntheitsgrad besitzen, der ihnen gebührt, will ich ausgewählte Meisterwerke hier präsentieren. Watch and enjoy:

Google Chrome: Sturm im Wasserglas

logo_chrome.jpgDer Berg kreißt und gebiert eine Maus. Der Berg, das ist Google. Die Maus hört auf den Namen Chrome und ist ein Internetbrowser. Viel Getöse hat es um die Sturzgeburt gegeben. Immerhin hatte Google das Projekt geheim gehalten bis die Beta-Version fertig war. Dann kam über das offizielle Google-Blog die Ankündigung und ab 21 Uhr gestern Abend luden Tausende von Neugierigen das Programm herunter. Die Zeitungen sahen einen neuen Browserkrieg mit Microsoft herauf ziehen, als ob es keinen Firefox gäbe. Gleichzeitig begann das mystische Rätselraten um den Datenkrake Google, als ob irgendjemand so genau wüsste, welche Daten Microsoft aus den PCs seiner Kunden ausliest. Dabei bietet Chrome kaum Neues. Weiterlesen

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