Früher galten Schimpansen einfach als süß. Dann mussten wir hinnehmen, dass die Forscher Cheetahs Verwandte bei der Jagd auf andere Primaten erwischt haben. Dabei hätten wir längst ahnen müssen, dass der Schimpanse seine kräftigen Eckzähne nicht zum Dosenöffnen besitzt. Jetzt berichtet BBC, dass die Schimpansen sogar mit selbstgebastelten Speeren auf die Jagd gehen, angespitzt mit Hilfe eben jener Eckzähne.
Autor: Wolff von Rechenberg
Wolfgang Thierse in Kassel

„Ich habe den Eindruck, dass das ständige Reden über Werte keinerlei Mehrwert hat“: Zu einer Diskussion über Werte in der Gesellschaft war Wolfgang Thierse nach Kassel gekommen. Während eines Interviews mit dem Kollegen von der HNA entstanden die Porträtstudien in meiner neuen Fotogalerie.
Sex mit virtuellen Kindern
Ist Sex mit virtuellen Kindern strafbar? Diese Frage muss nach einem Bericht der Netzzeitung jetzt die niederländische Justiz klären. Sie verfolgt einen Kinderpornoring im Online-Spiel Second Life. Spieler hätten sich beschwert, dass in dem Spiel Plätze angeboten würden, an denen man Sex mit Kindern haben könne, heißt es in der Meldung weiter. Aber, was ist, wenn das Spielkind im echten Leben ein alter Sack ist? Ist er dann nicht so etwas wie ein virtueller Zuhälter? Wird die niederländische Polizei jetzt verdeckte Ermittler vor die Bildschirme setzen, die als Siebenjährige mit blonden Zöpfen getarnt, Kinderschändern eine Falle stellen? Soll eine echte Jury über eine virtuelle Existenz, einen so genannten Avatar zu Gericht sitzen? Oder soll der reale Bösewicht nicht doch lieber von einem virtuellen Gericht abgeurteilt werden? Kommt der Verurteilte dann in den echten oder den virtuellen Knast, oder kommen die Büttel nur vorbei und kassieren seinen Laptop für 12 Jahre? Wird die Netzzeitung uns jetzt bald mit weiteren Nachrichten aus Mittelerde versorgen? Steht zu befürchten, dass der Springer-Verlag, der schon jetzt mit eigenen Zeitschriften in Second Life präsent ist, bald Nachrichten aus dem Dies- und Jenseits des Bildschirms durcheinanderschmeißt? Und die wichtigste Frage: Würden wir das merken?
Folter nach Hörensagen
Vielleicht sollten sie es lassen, die Schlapphüte der Bundes- und Landesämter, die zum Schutz unserer Verfassung gern mal jemand in Guantánamo verschimmeln zu lassen. Vielleicht sollten sie nicht mehr versuchen, irgendetwas ztu rechtfertigen. Jedes Argument, das da von der Zeugenbank an die Öffentlichkeit dringt, macht die Dinge im Fall Kurnaz nur noch schlimmer. Wenn wir das Amtsdeutsch von den Äußerungen heute vor dem Geheimdienstuntersuchungsausschuss abklopfen, dann ergibt sich folgendes Zitat: „Wir haben Murat Kurnaz für gefährlich gehalten, weil das Bremer Landesamt für Verfassungsschutz in der Nachbarschaft aufgeschnappt hat, dass der Kurnaz ein Islamist ist.“ Dass ein mutmaßlicher islamistischer Terrorist, wie jeder mutmaßliche Terrorist, wie überhaupt jeder mutmaßliche Gesetzesbrecher, einen Anspruch auf ein faires Verfahren hat, diese Ansicht scheinen 2002 weder die Büroklammerbonds in den Amtsstuben, noch der damalige Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier geteilt zu haben. Schämen Sie sich, wenn Sie diese Geheimdienstmafia damals gewählt haben, ich tu’s auch.
Amerikaner wünschen sich Bush erfunden
Die Mehrheit der Ameriakner wünscht sich, der US-Präsidenten George W. Bush sei nur eine erfundene Figur. Das berichtet der heutige Borowitzreport. Auf die Frage, „Wenn Sie sich aussuchen könnten, ob George Bush eine erfundene Figur oder eine wirkliche Person ist“, entschieden sich 51 Prozent der Befragten für den fiktionalen Charakter und 42 Prozent für die reale Person. Die übrigen sieben Prozent hielten Bush für erfunden. In einer Beliebtheitsskala erfundener Figuren musste sich der US-Präsident überdies nicht nur dem Superhelden Aquaman geschlagen geben, sondern auch der kleinen Meerjungfrau, dem Osterhasen und Sponge Bob (Schwammkopf).