Kategorie: Feuillton

Kultur, Musik, Film, Literatur, Zeitgeist

documenta12 – John Mc Cracken: Fire

Wie schon im verspiegelten Foyer, spielt John McCracken auch in einem anderen Kunstwerk im Fridericianum mit der Wahrnehmung des Betrachters. „Fire“ besteht aus sechs exakt parallel ausgerichteten Quadern an einer Wand des Raumes. Wer das Werk genau von vorn betrachtet, sieht genau das. Nur ein wenig schräg von der Seite betrachtet, scheinen die Quader fächerförmig auseinander zu streben. Das erreicht McCracken mit einem Schattenspiel durch clever eingesetztes Licht.

documenta 12 – Geschmolzene Kerzen?

Und noch einmal Zheng Guogu. Und vielleicht das einzige Kunstwerk mit religiösem Bezug. Ein mich begleitender Kirchenmann sagte als sein Blick auf den Quader fiel: „Sieht aus wie 10.000 geschmolzene Altarkerzen.“

Die beigelegte Beschreibung klärt lediglich darüber auf, dass unter dem Wachs „verschiedene Materialien“ verborgen sind. Immerhin zeigt das Werk, dass Chinesen auch etwas schaffen können, was nicht gleich zusammenbricht, wenn es mal ein bisschen bläst.

Frittierte Panzer

Zheng Guogu: Add Oil and March

Wenn ich im Museum Fridericianum einen Favoriten küren müsste, dann wären es Zheng Guogus Panzer aus frittiertem Teig mit Zuckerguss. Das ist Labsal für die Seele jedes Pazifisten. Aber was heißt das eigentlich: Add Oil? Auftanken? Oder: Man nehme drei Teile Mehr und ein Teil Milch und gebe Öl in die Friteuse?

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