Kategorie: Ansichtssache

Die Welt aus meiner Sicht

Politik ist ein Spielplatz

Was können Politiker heute eigentlich noch bewirken? Diese Frage stellen sich ganz sicher nicht nur die Wähler, sondern auch die Mandatsträger selbst. Die Macht der Verbände setze enge Grenzen. Und wo die nicht Contra geben, stößt der nationale Gestaltungswille an die Decke der EU-Verordnungen, der internationalen Erfordernisse und Möglichkeiten. Geblieben ist ein Spielplatz. Ein Ort ohne alle lästigen Hindernisse. Ein Beispiel: Die Innenpolitiker. Da führt ein konservativer Wirrkopf die Rangabzeichen für die hessische Polizei wieder ein. Wozu? Weil er das schicker findet und die – von niemand anderem geteilte – Ansicht vertritt, dass die Ordnungshüter dadurch wieder mehr Respekt bei den Bürgern genießen. Andere Innenpolitiker ändern gleich die Farbe von Grün zu Blau: Da weiß man, was man getan hat. Wieder andere lassen einfach mal so irgend einen Geheimdienst nach Berlin umziehen. Warten wir ab, was unseren Symboltätern noch alles einfält.

Papst packt aus!

Johannes Paul II. hat seine Memoiren geschrieben. Bild wird sie vorab veröffentlichen. Der Papst tritt damit in die Fußstapfen prominenter Vorgänger: Dieter Bohlen, Stefan Effenberg und Gina Wild. Der Pontifex ist der erste prominente Erinnerer seit Bernhard Brink, der nicht zuvor von Dieter Bohlen beschimpft worden ist. Nach Angaben von DPA schreibt der Papst von der Bürde seines Amtes und von der Nähe zu den Menschen. Wann der Heilige Vater im Big-Brother-Container den Menschen nahe sein will, steht noch nicht fest.

Sind Sie für GVOs?

Lebensmittel, die gentechnisch verändert wurden, müssen seit dem 19. April gekennzeichnet werden. Ist doch alles in Butter, oder? Fehlanzeige, meint die Firma Tegut. Sie ruft Ihre Kunden zur Abstimmung auf: für oder gegen gentechnsich veränderte Organismen in Nahrungsmitteln. Für die Bedenken der Handelskette gibt es Argumente. Denn wer garantiert, dass gentechnisch verändertes Saatgut nicht durch Krähen, Wind und Wetter auf andere Felder verteilt werden? Zur Abstimmung geht es hier.

Ode an die Telekom

Wem der Jubel steigt zu Kopf,
Wenn das Wasser aus dem Rhein
Nur steigt bis zum Rippenbein,
Und das Haus bleibt stehen,

Wer bei der Erschießung gut gelaunt,
Darauf hinweist, dass man bitte
Ganz präzise treffe in die Körpermitte,
Um die Qual wenn’s geht zu lindern,

Der wird im Brustton fester Überzeugung
aus vollem Hals bei klaren Sinnen
Die Telekom ein Serviceunternehmen nennen.

Standortwechsel

Dank generalstabsmäßiger Planung durch den Auftraggeber lief der Umzug des
Journalistenbüros Rechenberg, Rechenberg & Rechenberg am Wochenende von
Arnsberg nach Kassel wie eine gut geölte Maschine. Neue Adresse:
Wolff von Rechenberg
Querallee 38
34119 Kassel

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