Kategorie: Ansichtssache

Die Welt aus meiner Sicht

Top Ten: 10 Dinge, die Manager dabei haben sollten

Heute weiß man als deutscher „Leistungsträger“ nicht, was einen nach Feierabend daheim erwartet: das Küchenpersonal mit gegrillten Wachtelzungen oder der Staatsanwalt mit Handschellen. Deshalb sollte neben dem Frühstücksbrot im echtledernen Aktenkoffer noch Platz für folgende Kleinigkeiten sein:

1. Der Blackberry aus Papier, den man schnell aufessen kann, wenn der Fahnder danach greift.

2. Schweizer Messer mit Feile und Eisensäge.

3. Financial Times Deutschland (1 Jahrgang sollte reichen, um die Zeit bis zur Kautionsstellung zu überbrücken).

4. Zahnbürste und Unterwäsche zum Wechseln.

5. Seife zum Umhängen, nach der man sich in der U-Haft nicht bücken muss.

6. Falsche Ausweispapiere (nicht die auf den Namen Erika Mustemann).

7. Visa-Karte („Die Freiheit nehm‘ ich mir“).

8. Verschieden Haarfarben, falsche Bärte und dicke Hornbrillen.

9. Fjodor M. Dostojewski: Schuld und Sühne.

10. Karte: Du kommst aus dem Gefängnis frei.

Manager im Fadenkreuz

Manager leben gefährlich in diesen Tagen. In Deutschland wollen die Staatsanwaltschaften „Dutzende von Leistungsträgern“ filzen. Einen Leistungsträger definiert Home42 als einen Menschen, der die Leistung anderer gebündelt nach Liechtenstein trägt. Wie das gehen soll, wo doch die Inenminister die Polizeikräfte so tapfer ausgedünnt haben…? Das wäre doch eine großartige Gelegenheit für Wolfgang Schäuble, wieder einmal den Einsatz der Bundeswehr im Inland zu fordern. Aber bei diesen Hausdurchsuchungen geht es schließlich nicht um militante Linke oder islamistische Terroristen, sondern um Freunde, denen man in den letzten Jahrzehnten bei Bundepressebällen gesoffen und denen man die Karriere zu verdanken hat. Dabei geht es unseren Eliten noch Gold: In Frankreich haben die Arbeiter eines Michelin-Werkes ihre Chefs für ein paar Tage eingebuchtet.

Und nun die Terrorvorhersage

Ich habe lange überlegt, ob ich darüber schreiben soll. Ich schreibe ja auch nicht darüber, dass morgens die Sonne aufgeht, oder dass mein Pendelzug heute wieder nicht entgleist ist. Ach was, ich tu’s trotzdem.

Das Bundesinnenministerium warnt, dass die Terrorgefahr gestiegen ist, jetzt aber echt, im Ernst, wirklich, ohne Scheiß. Und jetzt kommt es: „Wir tun das nicht, um Angst und Panik zu verbreiten“, soll der Ministeriumssprecher Stefan Paris laut heise.de gesagt haben. Auf schärfere Anti-Terror-Gesetze zielten die Warnungen nicht ab, heißt es weiter. Was bedeutet das? Gibt das Ministerium der Angst nun endlich zu, dass alle bisherigen Warnungen darauf abzielten, Panik zu verbreiten und die Grundrechte auszuhöhlen, nur diese nicht?

Wenn das Ministerium aber keine Panik verbreiten will, was sollen wir dann mit der Meldung anfangen? Welche U-Bahnen darf ich in Zukunft nicht mehr benutzen? An welcher Haltestelle darf ich aussteigen? Eine sinnvolle Terrorwarnung wäre: „Und nun die Terrorvorhersage: Mit vereinzelten Anschlägen wird heute auf dem Bahnhof Berlin-Friedrichsstraße und am Mehringdamm gerechnet. Bitte meiden Sie diese Bereiche.“

Solange uns das Innenministerium nicht mit solchen Vorhersagen dienen kann, nehmen wir solche Meldungen als das, was sie sind: Panikmache.

Yahoo-Deal: Nervosität im Hause Microsoft

Microsoft vs YahooKaum hat Bill Gates, das nette Gesicht von Microsoft, seinen Abschied angekündigt, raucht es unter dem Dach des Giganten. Grund ist das Übernahmeangebot an Yahoo. 44,6 Milliarden Dollar hat Steve Ballmer den Yahoo-Aktionären geboten. Einen solchen Betrag gibt nicht einmal die Kriegskasse von Microsoft in Bar her. Silicon Alley Insider beschreibt das Verfahren. Microsoft will jeden Yahoo-Aktionär zur Hälfte in Bar, zur Hälfte in Microsoft-Aktien auszahlen.

Das Problem: Die Microsoft-Aktie, die vor dem Yahoo-Angebot noch 33 Dollar wert war, ist auf heute 28,7 Dollar gesunken. Sie hat mithin 13 Prozent ihres Wertes verloren. Weiterlesen

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