Eigentlich sollte dieser Blog fußballfrei bleiben. Aber die Ereignisse der zurückliegenden Woche fordern Opfer. Einer der größten Fußballer aller Zeiten hat gestern gegen Südkorea höchstwahrscheinlich ein unrühmliches letztes Spiel gemacht. Zinedine Zidane hat die zweite gelbe Karte gezogen, viele Zweikämpfe verloren und selten geglänzt. Frankreich ging in der ersten halbzeit in Führung und kickte dann nur noch vor sich hin. In der 80. Minute erzielten die Koreaner den Ausgleich. Anschließend versuchten die Franzosen mit der Brechstange das Siegtor herbeizuführen – erfolglos. Frankreich befindet sich damit in guter Gesellschaft: Auch die Brasilianer sind nur noch ein Schatten ihrer selbst, und selbst den Italienern droht nach ihrem Unentschieden gegen die USA die vorzeitige Heimreise. England ist wahrscheinlich durch, hat aber Fußball zum Abgewöhnen gezeigt und war für den Auftaktsieg auf ein Eigentor von Paraguay angewiesen. Auch für Fußballer wie Ronaldo (Brasilien) oder Totti (Italien) ist diese WM höchstwahrscheinlich die letzte. Wohl keiner von denen hat die Herzen der Fußballfans so erobert wie Zidane, der bescheidene Fußballmillionär. Er hätte einen besseren Abschied verdient.
Kategorie: Ansichtssache
Die Welt aus meiner Sicht
Mozilla im Fadenkreuz
Mit zunehmender Verbreitung der freien Internetbrowser aus dem Hause Mozilla (Firefox, Mozilla, etc.) geraten diese auch ins Fadenkreuz der Programmierer von Schadprogrammen. Davor warnt Heise in einer Meldung von Heute. Surfer werden auf Seiten umgeleitet, die Schwachstellen in älteren Versionen ausnutzen, um Spyware einzuschleusen. Da die Weiterleitung über ein Java-Script geschieht, empfiehlt Heise die Verwendung der Erweiterung NoScript, die eine Ausführung von Skripten nur für vertrauenswürdige Internetseiten zulässt.
Katze für Allergiker
Sie ist ja soooo schmusig, aber ich musste sie trotzdem einschläfern lassen. Ich hab‘ ja diese Allergie. Schwere Stunden wie diese will ein amerikanisches Biotech-Unternehmen geplagten Katzenliebhabern ersparen. Die allergiefreie Katze soll im kommenden Jahr Marktreife erlangen und dann 4000 Dollar kosten. Sie kann die allergieaulösenden Eiweiße in Speichel und Fell nicht produzieren.
DVB-T: Das Billigste ist nicht immer preiswert
Gewissen Kommentaren entnehme ich, dass die Umstellung des Fernsehens in Hessens auf den Digitalstandard DVB-T Opfer gefordert hat. Auch mich ereilte das Schicksal: Seit dem 29. Mai blieb meine Glotze schwarz und stumm. Heute unternahm ich den Versuch dies zu ändern: Gegen 17.30 Uhr stürmte ich den örtlichen Saturn-Markt. Erster Versuch: eine Set-Top-Box von SEG (DTR 605) zum Preis von 69,90 Euro.

Er musste sein Können an einer handelsüblichen Zimmerantenne (mit Verstärkung bis 35 dB) beweisen. Ergebnis: Ruckelnd hopsten die Kicker von Schweden und Trinidad & Tobago auf gewürfelten Beinen über den Bildschirm. An Sendern bekam das Gerät gerade ZDF, KiKa und 3Sat. Frust machte sich breit. Schnell packte ich das Gerät wieder zusammen und sauste noch einmal zum Elektronikmarkt zurück. Austausch gegen ein TechniSat-Gerät (DigiPal 2) für 108 Euro inkl. Antenne.

Der Erfolg war bahnbrechend. ARD, ZDF, HR, MDR, NDR, WDR, ZDF Doku, Phoenix … und so weiter. Alles gestochen scharf und nur in den Regionalprogrammen manchmal mit minimalen Störungen. Das Billigste ist nicht immer das Preiswerteste. Die beiliegende Antenne zog allerdings gegen meine alte den Kürzeren.
Angela Merkel spricht und keiner sieht zu

Peinliche Panne: Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht zum ersten Mal per Video-Podcast zum Volke und ausgerechnet der Windows Media Player, der meistverwendete Player im Netz, weigert sich der Kanzlerin Worte in die virtuelle Welt hinaus zu tragen. Die Real-Media-Version ist kein Problem. Wer sich’s antun will: Machen Sie sich gefasst auf gähnend staatstragende Sätze im Wort-zum-Sonntag-Ton.