Monat: November 2004

Auch er hat gewonnen

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Dicker Ranzen, Baseball-Kappe, Brillengläser wie Flaschenböden und irgendwie ungepflegt. Genauso stellt sich Otto Normalteutone die Menschen im fernen Amerikanistan vor. So wie Michael Moore hat der Ami auszusehen. Auch er hat bei den Präsidentschaftswahlen gewonnen. Aber er konnte ja auch nicht verlieren. Wenn Bush verloren hätte, wäre Moore als sein medialer Totengräber in die Geschichte eingegangen. Aber Moores Landsleute haben die letzte Gelegenheit verpennt, den religiösen Schwafler aus dem Amt zu treiben. Jetzt kann Michael Moore noch vier weitere Jahre lang Bestseller auf Bestseller, Blockbuster auf Blockbuster stapeln. Sie sind zwei Seiten der gleichen Medaille: Der Filmemacher, der äußerlich jedes amerikanische Klischee bedient, und der Präsident, der wohl die Erfüllung der (Alb-)Träume eines jeden europäischen Amerikafressers ist.
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He did it again!

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

George W. Bush hat es geschafft. In einer knappen Stunde unserer Zeit (die Amis messen wahrscheinlich anders) will John Kerry seine Niederlage eingestehen. Genaues wird man wohl erst in 11 Tagen wissen. Vielleicht hat Gott der Herr ihn tatsächlich gesandt. Aber wenn Gott der Welt schon so etwas antut, wer hat dann erst Osama bin Laden gesandt? Wie auch immer – der Zweikampf zweier Milliardäre ist zuende. Pech für den einen, dass man von reichen Männern erwartet, dass sie gebildet sind und mit Messer und Gabel essen können. Pech für Kerry, dass George W. weder die eine noch die andere Eigenscharft besitzt. So ist der reichere von beiden als Mann aus dem Volk zur Macht zurückgekehrt. Sein Vorteil: Er quatscht so einfältig daher, wie das die meisten Amerikaner in seinem Amt auch tun würden. Und seine Englischkenntnisse sind im Glaubensbekenntnis stecken geblieben. Angesichts der Stilblüten, die immer wieder dem Gehege seiner Zähne entwichen sind (zum Entsetzen seiner PR-Berater), wundert es ein wenig, dass man im Augenblick so wenig Ausrutscher mitbekommt. Aber vielleicht schirmt ihn ja der Erzengel Gabriel ab. George W. Bush hat gewonnen. Und noch weitere Herrschaften haben gewonnen, die in den nächsten Tagen an dieser Stelle gewürdigt werden sollen. Das schöne Bild findet sich übrigens auf der Anti-Bush-Seite wistleass.com. Meine empfindsame Seele ist noch unschlüssig, ob sie wissen will, was genau „Wistle Ass“ bedeutet.
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Brezel liegt vorn!

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

George W. Bush liegt in den US-Präsidentschaftswahlen im Augenblick vor seinem Herausforderer John Kerry. Wenn vier Jahre Bush nicht ausgereicht haben, uns zu Antiamerikanern zu machen, dann wird die Tatsache, dass die Amis uns diesen Präsidenten noch einmal vier Jahre zumuten, wahre Wunder bewirken. Die ihn gewählt haben, glauben, dass er von Gott gesandt wurde. Ich glaube, dass Gott die Menschen liebt und uns so etwas nie antun würde. Vielleicht sollten die USA sich als kluge Kolonialmacht verhalten und der ganzen Welt ein Wahlrecht bei der Präsidentschaftswahl zubilligen. Aber noch ist Hoffnung.
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