Das ist der Horror für werdende Mütter: Kurz vor der Jahreswende 2006/2007 kommen die Wehen, und noch bevor der erste Böller kracht, ist der neue Erdenbürger geboren. Im neuen Jahr unterstützt unsere Bundesregierung neue Bundesbürger mit einigen Hundert Euro monatlich. Aber: Das Kind muss auf jeden Fall nach Silvester geboren sein. Medikamentös die Niederkunft zu verzögern, das widerspricht dem Berufsethos unserer Ärzte. Aber ein paar gute Tipps haben die Mediziner auf Lager: Zwischen den Jahren sollten werdende Mütter nicht mehr heiß baden und nicht mehr schwer heben. Sex unterm Weihnachtsbaum ist Tabu, und Finger weg vom Oberbauch! Dann wird’s was mit dem Neujahrsbaby und der Kohle vom Staat.
Autor: Wolff von Rechenberg
Zum Geburtstag eine böse Überraschung
Die Australier werden Fremdsprachen lernen müssen, oder bei Geburtstagen künftig die Klappe halten. Grund ist das derzeit wohl rigideste und unsinnigste Urheberrecht auf diesem Planeten. Einmal „Happy Birthday“ singen kostet demnächst umgerechnet 800 Euro. Das berichtet Golem. Das englische Geburtstagslied steht noch bis 2030 unter Urheberrechtsschutz. Wer das Lied außer unter einer gut schallgedämmten Dusche singt, führt es öffentlich auf. Apropos Fremdsprachen: Das Singen von „Zum Geburtstag viel Glück“ dürfte die Sache nicht wesentlich entschärfen. Die Melodie bleibt ja die selbe.
Schießen und Sterben lernen
Während Amerikaner, Kanadier, Niederländer und Briten im Kugelhagel der Taliban sterben, setzt den Bundeswehrsoldaten in Afghanistan eher die Langeweile zu. Das wird sich wohl bald ändern: Wie der Deutschlandfunk heute berichtete, wird der Druck auf die Bundesregierung größer, die Bundeswehr auch im umkämpften Süden von Afghanistan einzusetzen. Damit nähert sich die Stunde der Wahrheit für eine verlogene deutsche Großmachtpolitik. Wie gut erinnern wir uns noch, wie ernst, staatstragend und gewichtig unsere Außenminister von Kinkel bis Steinmeier oder unsere Kanzler von Kohl bis Merkel ausgesehen haben, wenn sie uns mal wieder einen Auslandseinsatz der Bundeswehr angekündigt haben. „In der Stunde der Not, können wir uns nicht verweigern, wenn man uns fragt“; hieß es in wechselnden Formulierungen aus den Reihen unserer politischen Klasse. Dabei versäumten sie nie, die Bedingungen so festzuzurren, dass deutsche Soldaten lediglich Verbandmull spazierenfahren oder in Kabul den Verkehr regeln. Letztlich war man sich immer sicher, dass deutsche Soldaten eine Infektion mit Geschlechtskrankheiten mehr zu fürchten hätten als eine feindliche Kugel. Jetzt fordern unsere Partner echte Solidarität, auch beim Schießen und Sterben. Beides werden deutsche Soldaten von jetzt an lernen müssen.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold! Der Volksmund behält auch in der Kindererziehung Recht. Das berichtet die Netzzeitung auf ihrer Wissenschaftsseite. Forscher aus North Carolina (USA) haben demzufolge herausgefunden, dass Kinder die Muttersprache vor allem vom Vater lernen. Grund: Frauen überfordern ihre Kinder mit zuviel „Gequatsche“. Es könnte allerdings auch sein, dass Kinder schon im zarten Alter von unter drei Jahren gelernt haben, sich realistische Lernziele zu setzen. So sagt das Männlichkeitsidol Clint Eastwood im Western „Zwei glorreiche Halunken“ („The Good, the Bad and the Ugly“) in einem seiner längsten Sätze: „Nimm einen Zug, dann kannst du gut kacken!“ Das hat der Nachwuchs im handumdrehen gelernt. Erst wenn sie älter als drei Jahre sind, wagen sich Kinder an den ausgefeilten Sprachgebrauch der Mutter.
PPC ist aus!
So schnell stirbt es sich nur in der IT-Branche. Noch kein Jahr ist es her, dass Apple von der PPC-Architektur zu Intels X86-Prozessoren gewechselt ist. Schon stellen kommerzielle Software-Hersteller an, dass es keine neuen Programmversionen für PPC geben wird. Aber auch die Linux-Distributionen Ubuntu und Fedora stellen nach und nach die Unterstützung für Power PC ein. Ein Ergebnis des Drucks, den Ubuntu mit seinen schnellen Versionswechseln in die Branche gebracht hat. Alle halbe Jahr ein neues Linux. Fedora hat sich dem mittlerweile angepasst. Ebenso wie OpenSuse. Einzige Debian bleibt bei seiner breiten Aufstellung: 11 Rechnerarchitekturen unterstützt das freie Projekt. Da kann es schon dauern, bis die neue Version stabil ist. Der Releasetermin für die nächste stabile Version 4.0 (Etch) ist gerade erst vom 4. Dezember auf den Januar 2007 verschoben worden.