Autor: Wolff von Rechenberg

Gut gerüstet zum Himmelfahrtskommando

Die Bundeswehrsoldaten sind gut ausgerüstet für den Einsatz im Kongo. Das sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung heute der Netzzeitung. Jeder Soldat bekam fachkundige Beratung bei der Erstellung eines Testamentes. Außerdem soll eine Bibel zum Marschgepäck der deutschen Soldaten während der Kongo-Mission zählen. Damit kehren nun auch auf dem Schlachtfeld wieder christliche Werte in Kraft.

Der Fisch stinkt nicht vom Schwanz

Damit ein Massaker wie das von Haditha nicht noch einmal vorkommt, bekommen die US-Truppen im Irak nun Ethikstunden. Das berichtet BBC. Nun stinkt der Fisch natürlich nicht vom Schwanz. Wer hat denn die Soldaten so lausig vorbereitet auf solch ein Himmelfahrtskommando geschickt? Wer hat ihnen erzählt, dass alles so sein würde wie 1945 mit den Deutschen (damals die Achse des Bösen)? Dass man nur den Diktator absägen müsste und dann braucht man nur Kaugummi für die Kinder und Feinstrumpfhosen für die Frauen? Kurz gesagt: Wann bekommen George W. Bush, Condi Rice und Donald Rumsfeld Ethikunterricht? Noch dringender: Wann bekommen sie ein Hirn?

Notizen aus der Provinz

„Die großen Entscheidungen im Leben werden aus Liebe getroffen.“ So verschlägt es sogar einen Stadtmenschen aufs platte Land – oder hier in Nordhessen auch mal ins Mittelgebirge. Gerade wenn Sie Stadtmensch sind, werden Sie helle Freude haben an Mein Leben in der Provinz. Anthropologische Betrachtungen über Menschen und Brauchtum auf dem Land. Kleine Kostprobe gefällig? Bitte sehr:

„Ach, das ist ganz einfach. Du gehst erst mal die Straße runter und dann an der Ecke, wo der Schreiber Lennart früher gewohnt hat – da wohnt jetzt glaub ich der Enkel vom Marie – der Lutz oder Fritz, der beim VW schafft und die Modellflugzeuge baut“
„Nein“ fällt der Papa der Mama ins Wort, „da wohnt doch jetzt der Lumpi, der Sohn von der Hanni, jedenfalls gehste an der Ecke rechts rein. Und dann, wo der Henner Schorsch seinen Garten hat, da gibt’s einen Fußweg. Da geht’s den Berg runner. Beim Danzer Karl gehste links und dann ist es das dritte Haus mit der großen Scheune, direkt neben dem Haus vom Lisbeth.“
„Könnt ihr mir nicht die Straße und Hausnummer sagen?“ Das konnten meine Schwiegereltern in spe leider nicht. Die Straßenschilder sind hier nur für die Auswärtigen angebracht, kein Eingeborener beachtet sie.

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