Kategorie: Tux Area

Linux und Open Source.

Hydrogen-RPM für Fedora7

Hydrogen ist ein intuitiv bedienbarer Drumsequencer für Linux. Im Handumdrehen hat man da einen Drumcomputer auf dem PC. Bei Fedora7 steht jedoch zurzeit noch kein Paket in den Quellen. Also musste ich mir mit viel Unterstützung aus dem fedoraforum selbst ein RPM zu basteln. Die Frucht meiner Bemühungen möchte ich an dieser Stelle teilen.

Rechtsklick auf den Link und dann: „Link speichern unter“: hydrogen-0.9.3-4.fc7.rpm

Als Frischling im Erstellen von Programmpaketen kann ich natürlich keinerlei Gewähr auf das Hydrogen-RPM geben. Würde mich aber auf jeden Fall freuen zu hören, wie es sich bei anderen Fedora-Usern bewährt.

Buchtipp: Linux light

Linux kurz und gut„Kurz und gut“, das hört sich nach Anfängerleitfaden an. Und tatsächlich beginnt „Linux – kurz und gut“ von Daniel J. Barrett bei den Grundlagen des freien Betriebssystems: „Was ist Linux?“, „Was ist ein Befehl?“ Das Buch stellt die großen Desktops KDE und Gnome vor, ebnet dem Leser dann aber zügig den Weg zu dem Arbeitsinstrument, das die große Stärke von Linux ausmacht: die Shell, die bei Neulingen oft gefürchtete Kommandozeile. Dabei spielt es kaum eine Rolle, dass sich „Linux – kurz und gut“ auf die veraltete 9.0-Version von Suse-Linux bezieht. Das war eben aktuell, als Torsten Wilhelm 2004 das Buch ins Deutsche übersetzte. Natürlich haben KDE und Gnome seitdem an Fähigkeiten zugelegt. Dennoch bleibt die Shell ein manchmal unverzichtbares, oft schnelleres und in jedem Fall mächtigeres Werkzeug, und sie sieht heute nicht anders aus als 2004. Das Taschenbuch hätte seinen Klassikerstatus wohl nie allein mit Einsteigertipps verdient. Es führt in die Administration eines Mehrbenutzersystems ein, erklärt Hostnamen und kommt manchmal zu schnell zu Themen, die dem Einsteiger eher Angst machen (Was, zur Hölle, sind Dateivaraiblen?). Wenn Sie einen erfahrenen Linuxer mit belastbarem Nervenkostüm zu ihrem Freundeskreis zählen, können Sie die Anschaffung eines Buches, wie „Linux – kurz und gut“ so lange hinauszögern, bis die Freundschaft zerbricht. Jedem, der mit Linux beginnt, sei das Buch ausdrücklich empfohlen. Arbeiten Sie damit, bis alle Fragen beantwortet sind. Legen Sie es dann erst einmal zur Seite – aber immer in Griffweite. Oder arbeiten Sie sich bei Interesse vor bis zum Linux-Administrator. Die knapp 10 Euro sind in beiden Fällen gut angelegt.

Wolff von Rechenberg

„Linux – kurz und gut“ von Daniel J. Barrett, übersetzt von Torsten Wilhelm, O’Reilleys Taschenbibliothek, Köln 2004, 210 Seiten, 9,90 Euro.

Gimp 2.4 endlich mit Farbmanagement

Mit der neuen Version 2.4 erhält das freie Bildbearbeitungsprogramm Gimp (Gnu Image Manipulation Program) endlich ein professionelles Farbmanagement. Es erkennt eingelagerte Profile und kann das Bild unter Beibehaltung des Profils weiter verarbeiten. Farbprofile bieten Druckereien ihren Kunden an, damit diese ihre Bilder schon vorab an die Farbdarstellung des Druckwerks anpassen können. Gimp soll auch bereits angehängte Farbprofile erkennen und wahlweise ein Bild mit angehängtem Farbprofil öffnen und bearbeiten können. Das berichtet Pro-Linux. Auch für die Digitalfotografen bietet Gimp 2.4 eine interessante Neuerung. Es soll die Verzeichnungen von Kameraobjektiven ausgleichen können. Gimp 2.4 soll laut Pro-Linux kurz vor der Fertigstellung stehen. Bitte, bitte, lieber Gott, lass es rechtzeitig zu Fedora 8 fertig werden.

Wiesn 2.0

Wenn am 22. September das 174. Oktoberfest beginnt, dann heißt es auch im Internet: O’klickt is‘! Die Wiesn lockt schon seit längerem auch im Web (Oktoberfest.de). Neu ist, dass man dem Oktoberfestflirt nun auch bei Lokalisten nachgehen kann und sich mit lustigen Sauffilmchen bei MyVideo auf das größte deutschsprachige Saufgelage einstimmen kann. Und ganz bestimmt kommt irgendwann der Tag, da fließt auch noch das Bier aus dem PC.


Quizfrage:
Was ist Glück für einen Bayern? (Am Wochenende gibt’s die Auflösung)

Volkslaptop

medison celebrityDie US-Computerfirma Medison bringt den Laptop für Jedermann: Knapp 114 Euro kostet der Medison Celebrity. Dafür muss der Kunde mit computertechnischer Magerkost Vorlieb nehmen: 1,4 Ghz Celeron, 256 MB Ram, 40 GB Festplatte. Das Display ist auch nur 14 Zoll groß. Wenigstens sind die drei USB-Ports schon aus 2.0-Standard. Und man muss sich mit Linux anfreunden. Fedora, wie dieser Blogger weiß. Immerhin: Für Büroarbeiten, E-Mails, Websurfen und einfache Multimediaanwendungen reicht das vollkommen. Mit Windows Vista würde ein solches Notebook gar nicht funktionieren, und der Preis ließe sich wohl auch nicht erzielen. Mit Versand und Zoll sollte die schicke Flunder für 150 Euro an Europas Küsten stranden.

Foto: Medison

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