Die Geschichte von Web 2.0, erzählt in viereinhalb Minuten: The Machine is Us/ing Us
Gefunden im Forum von Ubuntuusers.de
Linux und Open Source.
Die Geschichte von Web 2.0, erzählt in viereinhalb Minuten: The Machine is Us/ing Us
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Ach ja, was waren das für Zeiten… Im schnellen Wandel der Hard- und Software vergessen wir manchmal, dass der Rechenknecht, damals noch belächelt, erst vor 20 Jahren den Sturm auf unsere Wohn- und Arbeitszimmer angetreten hat. Da wirkt so ein Atari-Desktop wie oben schon wie ein kostbares Gründerzeitmöbel. GUIdebook hat Screenshots längst vergessener Computerbetriebssysteme versammelt. Und sogar die Installationsanleitung von vergessenen Kostbarkeiten wie OS/2 – damals an Microsofts Jahre zu früh beworbenen Windows 95 gescheitert – findet sich auf dieser Seite. Viel Spaß beim Stöbern.
Der Schulbezirk Bexley (Ohio, USA) hat alle Desktop-Computer auf Linux umgestellt. Das berichtet Desktoplinux.com. Der Schulbezirk war dazu gezwungen, weil er neue Computer gekauft hat, auf denen das gewohnte Windows ME nicht mehr problemlos lief. Eigentlich ignoriere ich solche Wasserstandsmeldungen, in denen die Tux-Fans das Anwachsen ihrer Nische bejubeln. Aber hier liegen Zahlen auf dem Tisch: 412.000 Dollar soll der Schulbezirk dadurch gespart haben, berichtet Desktoplinux unter Berufung auf die örtliche Tageszeitung. Der gesamte EDV-Etat habe im vergangenen Jahr hingegen nur 159.000 Dollar betragen. Die von ME gewohnten Anwendungen lässt die Behörde übrigens im CrossoverOffice unter Linux laufen. Sie sollen nach und nach durch Open Source Software ersetzt werden.
Ist Sex mit virtuellen Kindern strafbar? Diese Frage muss nach einem Bericht der Netzzeitung jetzt die niederländische Justiz klären. Sie verfolgt einen Kinderpornoring im Online-Spiel Second Life. Spieler hätten sich beschwert, dass in dem Spiel Plätze angeboten würden, an denen man Sex mit Kindern haben könne, heißt es in der Meldung weiter. Aber, was ist, wenn das Spielkind im echten Leben ein alter Sack ist? Ist er dann nicht so etwas wie ein virtueller Zuhälter? Wird die niederländische Polizei jetzt verdeckte Ermittler vor die Bildschirme setzen, die als Siebenjährige mit blonden Zöpfen getarnt, Kinderschändern eine Falle stellen? Soll eine echte Jury über eine virtuelle Existenz, einen so genannten Avatar zu Gericht sitzen? Oder soll der reale Bösewicht nicht doch lieber von einem virtuellen Gericht abgeurteilt werden? Kommt der Verurteilte dann in den echten oder den virtuellen Knast, oder kommen die Büttel nur vorbei und kassieren seinen Laptop für 12 Jahre? Wird die Netzzeitung uns jetzt bald mit weiteren Nachrichten aus Mittelerde versorgen? Steht zu befürchten, dass der Springer-Verlag, der schon jetzt mit eigenen Zeitschriften in Second Life präsent ist, bald Nachrichten aus dem Dies- und Jenseits des Bildschirms durcheinanderschmeißt? Und die wichtigste Frage: Würden wir das merken?
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