Nehmen wir einen Autohersteller an. Plötzlich gibt es Probleme, weil das Bremssystem manchmal versagt. Keine Panik, sagt der Hersteller, im April gibt es ein neues Auto. Ein viel schöneres und größeres, und das wird tolle Dinge können: Wenn man auf einer Autofähre steht, kann man am Amaturenbrett die Wassertemperatur unter dem Kiel des Schiffes ablesen. Da wendet jemand ein: Die Bremsen funktionieren aber immer noch nicht zuverlässig. Ungefähr so geht es Microsoft mit seinem WMF-Bug: Die Sicherheitslücke wird auch beim neuen Windows Vista erhalten bleiben, meldet Golem heute: Aber keine Panik. Microsoft hat schon den ersten Patch angekündigt – für ein Betriebssystem, das noch gar nicht auf dem Markt ist.
Kategorie: Tux Area
Linux und Open Source.
Durch die Hintertür
Der so genannte WMF-Bug ist gar keine Sicherheitslücke, sondern eine Hintertür, die sich Microsoft offen gelassen hat, um Code auf den Systemen von Benutzern auszuführen, die Microsofts Website besuchen. Das behauptet der Sicherheitsexperte Steve Gibons. In der Tat scheint festzustehen, dass es sich nicht um einen Programmierfehler handelt, sondern um eine absichtlich eingebaute Funktion. Der Nachweis der Urheberschaft ist damit eigentlich reine Formsache. Wer sonst sollte solche Dinge in ein so gut gehütetes Betriebssystem einschleusen können als der, der es verbrochen hat?
Microsoft powered by Linux
Microsft will dem populären XBox-Game Halo auf die Leinwand verhelfen. Das soll kein geringerer ins Werk setzen als Peter Jackson. Pikant: Die Spezialeffekte werden auf 1000 Blade-Servern von IBM animiert, auf denen Linux läuft. Wasser auf die Mühlen schadenfroher Linux-Fans.
Linux nach Maß
Es gibt nur ein Windows und nur ein Mac OS, aber das Linux-Portal Distro-Watch listet schon mehr als 300 Linux-Distributionen. Welches Linux passt zu welchem User? Ein neues Linux-Quiz gibt Entscheidungshilfe. Aufgrund der bereits genannten Zahl von Linux-Distros sei dem Anbieter, Zegeniestudios, nachgesehen, dass er sich auf die gebräuchlichsten beschränkt hat.
Koperschutz über Leichen
Sony entschuldigt sich für seinen brutalen Kopierschutz. Das meldet Heise.de heute. Einige CDs aus dem Hause Sony installierten Spyware auf Computern von Musikfreunden – per Rootkit! Um den Virenjägern zu entgehen. Solch ein Verfahren öffnet zunächst einmal auf befallenen Systemen Sicherheitslücken. Allmählich muss man sich fragen, was für den (Windows-) PC gefährlicher ist: Hacker, Viren, Trojaner oder vielleicht doch die Konzerne?