Kategorie: Wirtschaft

Top Ten: 10 Dinge, die Manager dabei haben sollten

Heute weiß man als deutscher „Leistungsträger“ nicht, was einen nach Feierabend daheim erwartet: das Küchenpersonal mit gegrillten Wachtelzungen oder der Staatsanwalt mit Handschellen. Deshalb sollte neben dem Frühstücksbrot im echtledernen Aktenkoffer noch Platz für folgende Kleinigkeiten sein:

1. Der Blackberry aus Papier, den man schnell aufessen kann, wenn der Fahnder danach greift.

2. Schweizer Messer mit Feile und Eisensäge.

3. Financial Times Deutschland (1 Jahrgang sollte reichen, um die Zeit bis zur Kautionsstellung zu überbrücken).

4. Zahnbürste und Unterwäsche zum Wechseln.

5. Seife zum Umhängen, nach der man sich in der U-Haft nicht bücken muss.

6. Falsche Ausweispapiere (nicht die auf den Namen Erika Mustemann).

7. Visa-Karte („Die Freiheit nehm‘ ich mir“).

8. Verschieden Haarfarben, falsche Bärte und dicke Hornbrillen.

9. Fjodor M. Dostojewski: Schuld und Sühne.

10. Karte: Du kommst aus dem Gefängnis frei.

Yahoo-Deal: Nervosität im Hause Microsoft

Microsoft vs YahooKaum hat Bill Gates, das nette Gesicht von Microsoft, seinen Abschied angekündigt, raucht es unter dem Dach des Giganten. Grund ist das Übernahmeangebot an Yahoo. 44,6 Milliarden Dollar hat Steve Ballmer den Yahoo-Aktionären geboten. Einen solchen Betrag gibt nicht einmal die Kriegskasse von Microsoft in Bar her. Silicon Alley Insider beschreibt das Verfahren. Microsoft will jeden Yahoo-Aktionär zur Hälfte in Bar, zur Hälfte in Microsoft-Aktien auszahlen.

Das Problem: Die Microsoft-Aktie, die vor dem Yahoo-Angebot noch 33 Dollar wert war, ist auf heute 28,7 Dollar gesunken. Sie hat mithin 13 Prozent ihres Wertes verloren. Weiterlesen

Heuschreckenplage

Am Wochenende füllten Sich die Kommentarspalten wieder mit bösen Wörtern über böse Bosse: Subventionsheuschrecke, Turbokapitalismus. Es geht natürlich um Nokia. Ein böser Konzern hier, Tausende von armen, ausgeplünderten Proletariern dort: So einfache Geschichten lieben die Polpulisten aller Parteien und Kommentatoren aller Medien. Und natürlich die Sozialdemokraten. Seit Ferdinand Lassalle roch die Arbeiterwelt nicht mehr so sehr nach Klassenampf.

Aber wer ist Nokia? Ein Getriebener der eigenen Aktionäre. Eine AG muss maximale Gewinne erzielen, sonst ziehen die Shareholder-Value-Heuschrecken weiter zu Samsung oder Motorola. Und – so unbequem diese Tatsache sien mag – diese Heuschrecken-Gattung besteht aus Menschen wie dir und mir, vielleicht sogar aus Nokia-Mitarbeitern aus Bochum. Diese Heuschreckengattung besteht aus dem namenlosen Heer all jener, die ihre Spargroschen in Fonds anlegen. Ebendiese Fonds unterwerfen die Kapitalgesellschaften dem Diktat der Dividende.

Unterdessen fällt der Vorwurf des Subventionsmissbrauchs den Politikern auf die Füße. Mehr als 80 Millionen Euro hat Nokia an Subventionen erhalten, dafür aber 200 oder 400 Stellen weniger geschaffen als vereinbart. Zu Deutsch: Die Politik wirft internationalen KonzernenSteuergelder in Millionenhöhe nach und zählt anschließend nicht einmal nach, ob dabei genug Stellen entstanden sind.

Dagobert Duck ist endlich der Reichste

Die in diesem Jahr stark gestiegenen Goldpreise haben Dagobert Duck (engl.: Scrooge McDuck) den Spitzenplatz in der „Fictional 15“-Liste des US-Magazins Forbes beschert. Das Magazin, dessen Vermögensliste uns alljährlich darüber informiert, wie ungerecht die Welt sein kann, führt natürlich auch eine Liste über fiktionale Personen.

Als sicherer Abonnent für den Spitzenplatz galt bisher stets der Weihnachtsmann Santa Claus, dessen Barschaft gegen Unendlich geht. In diesem Jahr flog er von der Liste, weil erzürnte Kinder oder Kindsköpfe dagegen protestiert hatten, den Weihnachtsmann als fiktive Figur zu betrachten.

Der Atomkraftwerksboss und Musterkapitalist C. Montgomery Burns aus Springfield, der Heimatstadt der Simpsons. Ereignisse aus dem Simpsons-Spielfilm hatten den Geizkragen mit der Hakennase viel Geld gekostet.

Zur Forbes Fiction 15

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