Kategorie: Ansichtssache

Die Welt aus meiner Sicht

„Zensursula“ oder der Einstieg in die Internet-Zensur

Die größten deutschen Internet-Provider haben sich heute in Berlin dazu bereit erklärt, Internetseiten mit angeblich kinderpornografischen Inhalten für den öffentlichen Zugriff zu sperren. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat darauf bestanden. Sie musste sich laut Presseberichten jedoch dazu verpflichten, umgehend eine gesetzliche Basis für die Internet-Zensur zu schaffen.

Die Internet-Provider fürchten vor allem Regressforderungen von Nutzern, deren Seiten unbegründet gesperrt wurden. 300 Menschen haben vor dem Bundespresseamt gegen die Pläne der Ministerin demonstriert die jetzt einen neuen Spitznamen hat: Zensursula. Die Argumente der Gegener einer Internet-Zensur, wie sie die Ministerin plant, wiegen schwer. Das Computermagazin „C’T“ hat sie zusammengefasst. Bevor wir dazu kommen, hier zuerst die Argumente des Ministeriums: Weiterlesen

Versoffene Jugend

Jetzt beginnt die Zeit der Volksfeste. Eine Zeit, in der die Lebens- und Gerstensäfte wieder steigen. Für RTL heute eine willkommene Gelegenheit, vor jugendlichem Komasaufen zu warnen. Die Krankenkassen verzeichnen immer mehr Jugendliche, die die Flasche erst in der Notaufnahme absetzen. Die Politik will Jugendlichen jetzt das Saufen unter 18 verbieten. Die Ordnungsmacht fürchtet jugendliche Halbliterstemmer, die noch furchtlos weiter trinken, wo Erwachsene zaghaft wanken.

Und gerade das ist wohl das Problem beim jugendlichen Komasaufen: Weiterlesen

Keine Encarta für Wikipedia

Microsoft führt zwar das eigene Online-Lexikon  Encarta nicht weiter, will aber die Inhalte auch nicht dem freien Online-Lexikon Wikipedia zur Verfügung stellen. Wie Winfuture berichtet, will der Konzern das Wissen der Encarta in Bildungsangeboten verarbeiten, die allen Menschen offen stehen sollen. Warum dann nicht der Wikipedia? So wird der demonstrative Kuschelkurs des weltgrößten Software-Konzerns mit der Open-Source-Gemeinde keine Früchte tragen.

Aprilscherz? Minister zu Guttenberg bei Attac

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg CSU) soll dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac beigetreten sein. Wie Attac mitteilt, teile er als christsozialer Politiker das zentrale Anliegen Attacs, die Globalisierung human zu gestalten. Nur mit einem solidarischen, international koordinierten Steuersystem, strenger Regulierung der Finanzmärkte und der strikten Schließung von Steueroasen könne der Dominanz der Finanzmärkte über die so genannte Realwirtschaft der Boden entzogen werden. Attac habe auf diesem Gebiet die richtigen Antworten.

Noch ist nicht sicher, ob es sich um einen Aprilscherz handelt. Wenn nicht, werden wohl auch bald die Linken das Gessamtwerk von Karl Marx gegen anrückende christsoziale Populisten verteidigen müssen. Sonst wedelt der große Vorsitzende Horst Seehofer schon beim nächsten CSU-Parteitag mit dem kommunistischen Manifest, wenn es nur ein paar Stimmen bringt.

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