Handys haben die unangenehme Eigenart meistens dann zu klingeln, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Wenn man gerade die braune Packpaiertüte aus dem Supermarkt schleppt, in den Armbeugen noch die Kaltgetränke und mit der freien Han nach dem Autoschlüssel fingert, dann bimmelt diese vermaledeite Zwiebel los. Das kennen Sie wahrscheinlich. Und wenn Ihnen das häufiger passiert, dann kommt Selbstmitleid auf. Dabei können Sie froh sein, dass Ihnen nicht dasselbe passiert ist wie der Collegestudentin Shira Barlow in den USA. Die hat nämlich die abgelegte Handynummer der Jet-Set-Queen Paris Hilton bekommen. Das berichtet die englische Ausgabe der Prawda in ihren Fun Reports. Es soll alles damit begonnen haben, dass sich Leute zwischen 2 und 4 Uhr nachts nach den coolsten Clubs in LA erkundigen wollten, berichtet Prawda unter Berufung auf einen Artikel in der Los Angeles Times. Dann – im Mai – wurde Miss Hilton eingebuchtet, und es kamen Beileids-SMS.
Kategorie: Ansichtssache
Die Welt aus meiner Sicht
Die Jugendsünden der Topstars
Entlastung für Al Bundy: Auch wer damenschuhe verkauft, kann noch zu Ruhm und Ehre kommen. Kein Geringerer als Frauenschwarm George Clooney hat vor seinem Durchbruch als Schauspieler Damenschuhe verkauft. Die Netzzeitung listet heute Jugendsünden der großen Stars auf.
Rezession in Avatarien
Schrumpfende Bevölkerung, Abwanderung von Unternehmen… Das kommt Ihnen bekannt vor? Nein, nicht von unserer Bundesrepublik ist die Rede, sondern von Second Life. Es ist noch nicht lange her – auch nach Internetmaßstäben -, dass Firmen sich gegenseitig über den Haufen rannten, um Filialen im virtuellen Leben zu eröffnen. Nissan, Dell, IBM, Mercedes. Nun leeren sich die Auslagen, stehen die virtuellen Showrooms leer. Das berichtet der österreichische Standard. Mercedes ist noch zufrieden, solange die Avatare genannten Spieler weiterhin virtuelle Testrunden in der C-Klasse drehen. Und Adidas ist zufireden: 2700 Paar Schuhe will der deutsche Leibesertüchtigungsausstatter in Second Life verkauft haben. Und noch einer dürfte froh sein: der Springer-Verlag. Mit so viel Katastrophenmeldungen sollte die Second-Life-Ausgabe der Bild-Zeitung bald genauso erfolgreich sein wie die Papierausgabe.
Einbahnstraße
Gestern um 17.40 Uhr in Brandenburg Hbf angekommen. Gleich darauf erfahren, dass die Bahn sich wieder nicht mit ihren Kutschern geeinigt hat. Banges Warten: Wird es morgen eine Rückfahrt geben? Oder machen streikende Lokführer die Strecke Kassel-Brandenburg zur Einbahnstraße und die Havel zum Fluss ohne Wiederkehr?
Sehr geehrter Wolfgang Schäuble
Sie können die Aufregung gar nicht verstehen, oder? Schließlich wollen Sie doch nur das Beste für uns! Sie, ein Verfassungsfeind? Nie! Immerhin muss es ja erlaubt sein, einmal darüber nachzudenken, ob man dem Strafrecht nicht einen nebulösen Tatbestand der Verschwörung hinzufügt. Dann räume man den Sicherheitsbehörden noch das Recht ein, so genannte „Gefährder“ vorsorglich wegzusperren (auf Helgoland?) und im Ernstfall erst den Todesschuss zu vollziehen und dann Fragen zu stellen. Aber wer sich das Recht heraus nimmt, über solche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung nachzudenken, der wird ja „reflexartig“, wie Sie sagen, des Verfassungsbruchs geziehen. Wie schön wäre es gewesen, wenn wir 1933 schon so gute Reflexe gehabt hätten! Was wäre uns da alles erspart geblieben. Und die Polen müssten ihr Stimmengewicht in der EU jetzt nicht künstlich hoch rechnen.
Weiterlesen