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Dagobert Duck ist endlich der Reichste

Die in diesem Jahr stark gestiegenen Goldpreise haben Dagobert Duck (engl.: Scrooge McDuck) den Spitzenplatz in der „Fictional 15“-Liste des US-Magazins Forbes beschert. Das Magazin, dessen Vermögensliste uns alljährlich darüber informiert, wie ungerecht die Welt sein kann, führt natürlich auch eine Liste über fiktionale Personen.

Als sicherer Abonnent für den Spitzenplatz galt bisher stets der Weihnachtsmann Santa Claus, dessen Barschaft gegen Unendlich geht. In diesem Jahr flog er von der Liste, weil erzürnte Kinder oder Kindsköpfe dagegen protestiert hatten, den Weihnachtsmann als fiktive Figur zu betrachten.

Der Atomkraftwerksboss und Musterkapitalist C. Montgomery Burns aus Springfield, der Heimatstadt der Simpsons. Ereignisse aus dem Simpsons-Spielfilm hatten den Geizkragen mit der Hakennase viel Geld gekostet.

Zur Forbes Fiction 15

Nach dem Abendmahl auf den Thron

Am Heiligabend verzeichnen die Kirchen Besucherrekorde. Oft krönt dann das gemeinsam eingenommene Abendmahl die feierliche Atmosphäre. So ein Schlückchen Wein und eine Oblate (Hostie) kann doch nicht schaden, oder? Falsch! Die Techniker Krankenkasse warnt vor den Risiken der Oblate.

Die besteht nämlich zum größten Teil aus einem so genannten Klebereiweiß namens Gluten. Etwa 800.000 Bundesbürger sollen laut Mitteilung der Krankenkasse allergisch auf diesen Stoff reagieren. Übelkeit und Durchfall können bei Allergikern nach dem Abendmahl auftreten. Für einen von hundert Gottesdienstbesuchern endet der Abend also auf dem Thron. Natürlich gibt es bereits glutenfreie Oblaten.

Mit Gottes Hilfe können wir uns vielleicht auch bald zwischen Gluten und Glutenfrei entscheiden, wie wir das heute schon beim Abendmahlswein oder Traubensaft tun.

Sicher mit Linux: Sudo bei Ubuntu kontrollieren

Eine der merkwürdigsten Hypotheken in Sachen Sicherheit schleppt Ubuntu-Linux mit sich herum: Standardmäßig ist der Root-Account abgeschaltet. Stattdessen kann sich der erste eingerichtete Benutzer Administratorrechte verschaffen, indem er sein Benutzerpasswort noch einmal eingibt. Ein Ubuntu-Linux gewährt die Asministratorrechte allerdings nicht für eine bestimmte Aktion. Vielmehr bleibt das Passwort für ganze 15 Minuten im System. Dafür gibt es keine logische Erklärung, aber immerhin eine einfache Lösung. Im Terminal mit dem Befehl „sudo visudo“ den Editor Visudo öffnen. Dieser Editor dient allein dazu, die Administratorrechte zu editieren.

Jetzt fügen wir an einer Stelle unterhalb der Defaults folgende Zeilen ein:

# Timeout auf Null setzen. Standardwert ist 15 Minuten.
Defaults timestamp_timeout = 0

Jetzt verlangt der Computer für jede Systemverwaltungsaufgabe das Passwort. Die Anleitung habe ich im Wiki von Ubuntuusers gefunden. Mit diesem Beitrag liefere ich endlich die Antwort auf einen entsprechenden Post von home42.

Wie viele Sozis sind ein Clement?

Wolfgang Clement ist sauer. Der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident, Bundeswirtschaftsminister und oberste Leuchtturmwärter sieht die Agenda 2010 in Gefahr. Wenn die Partei weiter nach links rücke, dann… Die SPD sei ja schon seine politische Heimat, aber das kann sich ja ändern. Da ist es wieder, das Basta der Schröderjahre. Dieses sozialdemokratische Edikt Perpetuum Silentium. Das Wort, mit dem Gerhard Schröder seine Partei in die Spaltung getrieben hat. Denn was ist der Westflügel der Linkspartei anderes als ein Spaltungsprodukt?

Die große Koalition hat die Basta-Generation hinweggefegt, doch weit entfernen sich sozialdemokratische Veteranen nie von der Macht. Schon Willy Brandt gefiel sich noch Jahrzehnte nach seinem Abschied von der politischen Macht darin, SPD-Kanzlerkandidaten auf den Schild zu heben und sie anschließend auch eigenhändig zu meucheln.
Als er noch als Arbeitsminister und Vizekanzler zu Angela Merkels Seite regierte, hat Franz Müntefering die Partei auf Agenda-Kurs zu halten gesucht. Doch der ist weg. Den Altkanzler in seinem gut bezahlten sibirischen Exil stört das „Gedöns“ daheim wohl herzlich wenig. Da muss eben jetzt ein Rentner mit Rücktritt drohen. Rücktritt wovon? Weiterlesen

Phaenomene des Alltags: Die Börse

Der Dax sei orientierungslos, schrieb die Wirtschaftswoche am gestrigen Mittwoch. Das wäre an sich keine Nachricht, wenn der Dax ein Tier wäre. Ein Tier wie der Frosch im Glas, der das Wetter voraus sagen soll. Der klettert entweder rauf oder runter. Kaum zu erwarten, dass er dabei die Orientierung verlöre, aber auch nicht ausgeschlossen.

Genau genommen kann auch der Dax nur rauf oder runter. Dass er bei dieser schlichten Auswahl schon die Orientierung verliert, kennzeichnet ihn als niedere Lebensform, die fürs Überleben selbst in ihrem natürlichen Lebensraum nur mangelhaft ausgestattet ist. Anders als der Frosch, macht der Dax ja nur in seinem angestammten Habitat Sinn: an der Börse.

Dieses Ökosystem zeichnet sich seinerseits ebenfalls durch erschreckende Anzeichen von geradezu menschlicher Dysfunktionalität aus. Weiterlesen

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