Voll Öko, was Porsche & Co auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt präsentieren, die heuer die Tore für die weniger erlauchte Laufkundschaft geöffnet hat. Ein Cayenne mit Hybridmotor! Der Elektrohilfsmotor soll den Verbrauch dieses Blech gewordenen Albtraums um 25 Prozent senken. Damit säuft der Cayenne ja nur noch doppelt soviel wie ein Auto. Okay, ganz fertig ist er nicht. Aber schließlich haben die deutschen Autobauer ja auch bis zwei Tage vor der IAA noch eine verbissene Abwehrschlacht gegen den Umweltschutz geführt. Für eine Über-Nacht-Kehrtwende sehen die Prototypen schon ganz gut aus, wie man so liest. Und während der Fachbesuchertage ist die grüne Farbe an den Ständen sicherlich auch getrocknet. Noch fixer als mit dem Grünstreichen der hauseigenen Spritvernichter sind die deutschen Autohersteller jedoch mit Schuldzuweisungen an die Politik. So berichtete der Deutschlandfunk heute von Beschwerden über schlechtes Verkehrsmanagement und zuviel Staus. Dürfen wir daraus schließen, dass jetzt doch flächendeckend Tempo 100 kommt, um die Verkehrsströme zu entzerren? Denn was die Autoindustrie bei der Politik bestellt, kommt doch meistens noch schneller als die Ersatzteile für meinen Golf.
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Wer fliegt schon mit Linux?
Der Standard schreibt Windows Vista schon fast ab. Dell, Lenovo und HP kommen mit Linux-PCs auf den Markt. Kim Brebach warnt auf Desktoplinux.com: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. 13 Gruende listet er auf, warum Linux immer noch nicht bereit ist fuer den Massenmarkt. All diese Argumente fasst er in einem Witz zusammen. Stellen wir uns vor, ein Betriebssystem sei eine Fluggesellschaft:
Die Windows-Airline: Der Schalter ist huebsch bunt, die Stewards, Piloten und Gepäckträger sind nett. Die Gepaeckabfertigung und das Einchecken fallen leicht. Der Start verlaeuft butterweich. Doch nach etwa 10 Minuten in der Luft, explodiert das Flugzeug aus unerfindlichem Grund.
Die Mac-Airline: Alle Stewards, Stewardessen, Piloten und Angestellten sehen gleich aus, verhalten sich gleich und sagen das gleiche. Immer wenn man aufsteht und sich nach Einzelheiten erkundigt, dann bekommt man zu hoeren, dass man das nicht zu wissen braucht, dass man das nicht wissen will und man moege doch bitte zum Sitz zurueckkehren.
Die Linux-Airline: Enttaeuschte Angestellte aller anderen Airlines gruenden hier ihre eigene Airline. Sie bauen die Flugzeuge und die Schalter selbst und besitzen jeder eine eigene Rollbahn. Sie nehmen nur soviel Geld wie sie zum Drucken der Karten brauchen. Man kann sie sich aber auch selbst ausdrucken. Wenn Sie das Flugzeug besteigen, druecken sie Ihnen einen Sitz, vier Schrauben und einen Schraubenschluessel sowie eine Kopie der „Sitz-Howto.html“. Einmal eingereichtet, sitzt man in dem Sitz sehr bequem. Das Flugzeug erreicht problemlos und pünktlich seinen Bestimmungsort. Das Essen an Bord ist wunderbar. Sie schwaermen den Kunden der anderen Airlines davon vor, wie toll der Flug war. Aber alles, was Sie zu hoeren bekommen, ist: „Du musstest was mit dem Stuhl machen?
Ein interessanter Vergleich.
Alte Sprachen im Kommen
Latein ist wieder im Kommen. Jeder dritte Schueler waehlt inzwischen wieder diese Sprache. Das meldete der Deutschlandfunk heute früh unter Berufung auf den Altphilologenverband. Rueckzug ins Private in einer globalisierten Welt? Rueckzug in klassische Bildungsinhalte mitten im Paradigmenwechsel der Bildungspolitik? Oder das durch Guido Knopp geweckte Interesse an Altertuemern?
Eva Herman darf nicht mehr gegen Nazis werben
Früher war sie Everybody’s Darling. Doch wer die Familienpolitik der Nazis lobt, ist unten durch. Nun verlangt auch die Initiative >Laut gegen Nazis< , dass die Ex-Nachrichtensprecherin den Link von ihrer Homepage entfernt. Ab und zu mal nachsehen, ob die Dame der Aufforderung schon nachgekommen ist: http://www.eva-herman.de/
RPMs bald aus einer Hand?
Die Betreiber von Dribble, Freshrpms und Livna wollen sich zusammentun und eine zentrale Anlaufstelle einrichten für Fedora-User auf der Suche nach Programmpaketen. Das meldet Golem.de. Die neue Paketquelle soll RPM Fusion heissen. Wie von Livna schon jetzt gewohnt, wird das neue Verzeichnis keine Pakete der Stammdistribution austauschen. Bei der Verwendung von Paketen anderen Zulieferer – wie beispielsweise Freshrpms – kommt es gegenwaertig manchmal zu Beeinträchtigungen des Systems, weil diese Verzeichnisse Pakete aus der Stammdistribution durch eigene ersetzen.