1976. Es ist ein langer, heißer Sommer. Ruth Gilmartin fährt aufs Land zu Besuch zu ihrer Mutter. Deren Verhalten bereitet der Tochter große Sorge. Sie öffnet die Tür nur nach vereinbarten Klingelzeichen. Ständig behält die alte Dame den nahen Waldrand im Auge, und obwohl sie vollkommen gesund ist, verlässt sie das Haus nur im Rollstuhl. Schließlich eröffnet Sally Gilmartin ihrer Tochter, dass sie in Wirklichkeit Eva Delektorskaja heißt, dass sie als russische Exilantin vor dem Krieg in Paris gelebt hat und dort für den britischen Geheimdienst angeworben worden ist. William Boyds Roman „Ruhelos“ bricht mit allen Gewohnheiten des Agententhrillers und bleibt dennoch spannend bis zur letzten Seite. Stück für Stück erfährt der Leser die Lebensgeschichte der Eva Delektorskaja: Der Mann, der sie angeworben hat, Lucas Romer, erweist sich als ebenso charmant wie undurchsichtig und langsam wird klar, dass ein gefährliches Geheimnis aus vergangenen Zeiten seine Schatten bis in die Gegenwart wirft. Bis in Ruths Leben. Auch dort scheinen plötzlich nicht mehr alle Menschen dass zu sein, was sie vorgeben.
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Gimp 2.4 endlich mit Farbmanagement
Mit der neuen Version 2.4 erhält das freie Bildbearbeitungsprogramm Gimp (Gnu Image Manipulation Program) endlich ein professionelles Farbmanagement. Es erkennt eingelagerte Profile und kann das Bild unter Beibehaltung des Profils weiter verarbeiten. Farbprofile bieten Druckereien ihren Kunden an, damit diese ihre Bilder schon vorab an die Farbdarstellung des Druckwerks anpassen können. Gimp soll auch bereits angehängte Farbprofile erkennen und wahlweise ein Bild mit angehängtem Farbprofil öffnen und bearbeiten können. Das berichtet Pro-Linux. Auch für die Digitalfotografen bietet Gimp 2.4 eine interessante Neuerung. Es soll die Verzeichnungen von Kameraobjektiven ausgleichen können. Gimp 2.4 soll laut Pro-Linux kurz vor der Fertigstellung stehen. Bitte, bitte, lieber Gott, lass es rechtzeitig zu Fedora 8 fertig werden.
Wiesn 2.0
Wenn am 22. September das 174. Oktoberfest beginnt, dann heißt es auch im Internet: O’klickt is‘! Die Wiesn lockt schon seit längerem auch im Web (Oktoberfest.de). Neu ist, dass man dem Oktoberfestflirt nun auch bei Lokalisten nachgehen kann und sich mit lustigen Sauffilmchen bei MyVideo auf das größte deutschsprachige Saufgelage einstimmen kann. Und ganz bestimmt kommt irgendwann der Tag, da fließt auch noch das Bier aus dem PC.
Quizfrage: Was ist Glück für einen Bayern? (Am Wochenende gibt’s die Auflösung)
Volkslaptop
Die US-Computerfirma Medison bringt den Laptop für Jedermann: Knapp 114 Euro kostet der Medison Celebrity. Dafür muss der Kunde mit computertechnischer Magerkost Vorlieb nehmen: 1,4 Ghz Celeron, 256 MB Ram, 40 GB Festplatte. Das Display ist auch nur 14 Zoll groß. Wenigstens sind die drei USB-Ports schon aus 2.0-Standard. Und man muss sich mit Linux anfreunden. Fedora, wie dieser Blogger weiß. Immerhin: Für Büroarbeiten, E-Mails, Websurfen und einfache Multimediaanwendungen reicht das vollkommen. Mit Windows Vista würde ein solches Notebook gar nicht funktionieren, und der Preis ließe sich wohl auch nicht erzielen. Mit Versand und Zoll sollte die schicke Flunder für 150 Euro an Europas Küsten stranden.
Foto: Medison
Praktische Helfer im Stau
Wenn die Ferien beginnen wird es eng auf den Autobahnen. Zu eng! Da staut sich das Blech in Nord-, Süd-, Ost- und Westrichtung. 10 Kilometer und mehr, keine Abfahrt in Sicht! Wohl dem, der bei Ebay rechtzeitig ein Beißholz ersteigert hat. Da leidet das Lenkrad nicht mehr an den Bißspuren. Vielleicht nützt es ja auch, wenn die nächste Toilette noch ungefähr 5 km in Staurichtung entfernt liegt. Noch besser hat es da nur der Aurofahrer, der für sich und die Familie den Pipimax mitführt. Der Erstehilfekasten bei Notdurft enthält eine Flasche für „Ihn“ und einen Trichter für „Sie“. Der Hersteller warnt allerdings vor dem Pinkeln bei 200 Stundenkilometern.