Seite 163 von 287

Neuer Job für Wolfowitz

Lange wird er nicht arbeitslos sein, der ehemalige Vize-Verteidigungsminister und nun auch ehemalige Weltbankpräsident Paul Wolfowitz. Wie der heutige Borowitzreport berichtet, hat US-Präsident George W. Bush Wolfowitz als Al-Kaida-Oberhaupt vorgeschlagen. Wolfowitz sei der Planer des Irak-Kriegs gewesen und die Weltbank in einen Skandal gestürzt, resümierte Bush und ist sicher: „Wenn es einer schafft, bei Al-Kaida Verwirrung zu stiften, dann Wolfowitz.“ Einige Details im Plan des Präsidenten müssen noch ausgearbeitet werden: Wie soll Wolfowitz in das Terrornetzwerk eingeschleust werden, und wie soll er schnell die Spitzenposition erobern? „Al-Kaida überprüft die Top-Leute sehr genau“, sagt Hassan El-Medfaii, Personalchef des Terrornetzwerkes, „das ist hier nicht wie beim Verteidigungsministerium oder bei der Weltbank“. Dass sich Wolfowitz bei Al-Kaida wohlfühlen wird, bezweifelt Professor Davis Logsdon, Vorsitzender des Instituts für Paul-Wolfowitz-Studien an der Universität von Minnesota: „Es ist sehr schwer, dort Frauen kennenzulernen.“

Die ganze Story (in Englisch) beim Borowitzreport

Cole Porter wird (endlich) ein Star

Cole Porter (9. Juni 1891 bis 15. Oktober 1964) Foto: Wikipedia

Cole Porter bekommt seinen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood. Endlich – denn immer hin starb der Komponist und Songschreiber schon am 15. Oktober 1964. Unvergängliche Musicalklassiker wie „Kiss Me Kate“ oder „Ein Amerikaner in Paris“ begründeten Porters Ruhm. Songs wie „Night And Day“ zählen überdies zum Kanon der internationalen Jazzszene. Zu Cole Porters Zeiten war Jazz Pop und der Songschreiber musste keine Kunst schaffen. Dazu passt die unvergleichliche Leichtigkeit von Porters Songs. Aber jeder, der gern in den Tiefen der Musik schürft, die er hört, der weiß, wieviel Kunst, Talent und harte Arbeit gerade das verschlingt, was am Ende so einfach durchs Mittelohr säuselt. Dabei liebte Cole Porter Ironie und schwarzen Humor. Denken wir nur an „Well, did you evah?“:

Have you heard? Professor Munch

Ate his wife and divorced his lunch.

Gefunden bei JazzEcho.

Lahmer Kriegszar in der Götterdämmerung

Ilse, bilse, keiner willse,

kam der Koch, nahm se doch!

Die Ilse ist im Washington von George Bushs Götterdämmerung der Job des so genannten „Kriegszaren“, einer Schnittstelle zwischen dem Präsidenten sowie den Diplomaten und Militärs, die mit den Kriegen in Irak und Afghanistan befasst sind. Der Koch, der den Job dann nahm, heißt Douglas Lute, der sich als ehemaliger Generalstabschef nach den Angaben des Weißen Hauses sowohl in den Konfliktherden als auch auf dem Washingtoner Parkett auskennt. Amtlich heißt das neue Amt: „Stellvertretender nationaler Sicherheitsberater für Irak und Afghanistan. Noch häufiger als diese offizielle Bezeichnung, nennen die Medien aber die Tatsache, dass vorher etliche andere pensionierte Vier-Sterne-Generäle dankend abgewunken haben. Die Gründe dafür fasst Al Jazeera zusammen: Der Krieg im Irak ist unpopulär, und das neue Amt ist mit sehr schwammigen Kompetenzen ausgestattet.
Weiterlesen

Junggesellenabschied unter dem Hammer

Haben Sie von Samstag, 23. Juni, auf Sonntag, 24. Juni, schon was vor? Wie wär’s dann mit einem Junggesellenabschied? Nein, Sie brauchen nicht deswegen zu heiraten! Ein Junggesellenabschied steht derzeit bei Ebay zur Versteigerung. Dass der Preis noch bei einem Euro steht, muss ja nicht heißen, dass der Bräutigam ein Langweiler sein muss.

Copyright © 2026 Wolff von Rechenberg

Theme von Anders Norén↑ ↑