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PPC ist aus!

So schnell stirbt es sich nur in der IT-Branche. Noch kein Jahr ist es her, dass Apple von der PPC-Architektur zu Intels X86-Prozessoren gewechselt ist. Schon stellen kommerzielle Software-Hersteller an, dass es keine neuen Programmversionen für PPC geben wird. Aber auch die Linux-Distributionen Ubuntu und Fedora stellen nach und nach die Unterstützung für Power PC ein. Ein Ergebnis des Drucks, den Ubuntu mit seinen schnellen Versionswechseln in die Branche gebracht hat. Alle halbe Jahr ein neues Linux. Fedora hat sich dem mittlerweile angepasst. Ebenso wie OpenSuse. Einzige Debian bleibt bei seiner breiten Aufstellung: 11 Rechnerarchitekturen unterstützt das freie Projekt. Da kann es schon dauern, bis die neue Version stabil ist. Der Releasetermin für die nächste stabile Version 4.0 (Etch) ist gerade erst vom 4. Dezember auf den Januar 2007 verschoben worden.

Noch keine Täter, aber schon ein Mittäter

Wie muss man sich die Szenerie vorstellen, im Gerichtssaal?


Bundesgerichtshof:
Angeklagter! Bekennen Sie sich schuldig, am Mord in 3000 Fällen mitgewirkt zu haben?


Mounir al Motassadeq:
Moment! Woher sollten wir denn wissen, wie viele Leute da schon waren, in den Twin Towers? Es war doch nicht mal Neun! In der arabischen Welt hat man da noch nicht einmal die Zahnbürste im Mund.


BGH:
Mit wie vielen Todesopfern hatten Sie denn gerechnet?


Motassadeq (überlegt):
Naja, wenn Sie mich so fragen: 200?

BGH: Wie bitte!? 300!

Motassadeq: 240!

BGH: 250!

Motassadeq: 246!

BGH (etwas genervt): Also gut: Beihilfe zum Mord in 246 Fällen. Zum Ersten, zum Zweiten und … zum Dritten!

Ganz nebenbei hat der Bundesgerichtshof ein Stück Rechtsgeschichte geschrieben, als er den Marokkaner Mounir al Motassadeq wegen Beihilfe im Fall der Anschläge vom 11. September 2001 in New York verurteilte. Noch nie ist jemand in Deutschland wegen Beihilfe zu einem Verbrechen verurteilt worden, für das noch kein Täter verurteilt worden ist. Gemäß dem Motto: Wir wissen zwar noch nicht, wer’s war, aber wer ihm geholfen hat, das wissen wir genau! Seit die einzige Supermacht paranoid geworden ist, ist ein bisschen Guantánamo überall.

Der Maori und der Big Mac

Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands sterben möglicherweise noch in diesem Jahrhundert aus. Verfolgung? Einschränkung alter Lebensräume? Weit gefehlt! Der Big Mac macht den Menschen den Gar aus. Jeder Fünfte der heute noch 500.000 lebenden Maori stirbt inzwischen an der Typ-2-Diabetes, die durch Fettleibigkeit ausgelöst wird. Bei den weißen Neuseeländern sind das nur vier Prozent. Wunschdenken, meint Oh, Crikey! Immer wieder hätten Europäer das Aussterben der Maoris beschworen. Aber Lungenkrebs und Alkoholismus habe das Volk bislang auch überlebt. Solange Maoris Babies kriegen, ist alles in Ordnung. Die Europäer mit ihren siechenden Nachwuchszahlen sollten sich an die eigene Nase fassen.

Die besten Blogs

Die Die Deutsche Welle hat die Best of Blogs gekürt und ganz nebenbei bewiesen, dass man in den öffentlich-rechtlichen Medienanstalten immer noch ein gesundes Gefühl für Qualität besitzt. Gewinner ist Sunlight Foundation. Viel eindrucksvoller finde ich den besten deutschsprachigen Blog: Letters from Rungholt. Ein einzigartiges Reservoir für Innenansichten aus Israel, sehr nachdenklich, sehr persönlich und absolut lesenswert. Vielen Dank für den Tipp, Deutsche Welle.

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