Nachtschicht im Berliner Pergamon-Museum. Zu Gast bei den Sicherheitskräften sind einige Reporter der Bild am Sonntag. Und zum Beweis der Allmacht ihrer Überwachungskameras schwenken die einfältigen Museumsbüttel eine Kamera auf dem Dach ins Merkelsche Wohnzimmer, wo der Kanzlerin-Gemahl Joachim Sauer offenbar Fernsehen schaut. So steht es derzeit bei Stern-online zu lesen. 24 Stunden am Tag soll das Auge auf dem Museumsdach in Angela Merkels Allerheiligstes gelinst haben. Jetzt soll das Spannen aus der Sicherheitszentrale nicht mehr möglich sein.
Mein Rat an die Berliner Prominenz: Meiden Sie die Nachbarschaft von hohen Gebäuden.
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Dieses Jahr keine frischen Fenster mehr
Microsoft hat das Erscheinen des neuen Windows – Codename: Vista – auf das nächste Jahr verschoben. Nur Firmenkunden sollen schon im November in den fragwürdigen Genuss der neuen Fenster kommen. Umstritten ist nach wie vor die Zertifizierung für Programme, die auf dem neuen Windows laufen. damit kann Microsoft bestimmen, was auf Vista geht und was nicht.
Das soll dem Schutz vor Schädlingen dienen. Eine Zwangsjacke für Windows nennt es der Bayerische Rundfunk, eine Zwangsjacke für den gläsernen Benutzer an seinem ferngesteuerten Rechner nenne ich es. Galt XP unter Datenschützern nur als bedingt tauglich für vertraulich die Verarbeitung vertraulicher Daten, so dürfte Vista unannehmbar sein.
Daran wird sich jedoch nicht das Schicksal von Windows entscheiden. Der Durchschnittsbürger fühlt sich durch Überwachung längst nicht mehr bedroht. Er streut seine Konsumentendaten längst per PayBack-Karte wahllos um sich. Dem Durchschnittsanwender wird eher die neue Produktphilosophie Sorgen bereiten. Natürlich musste man auch die bisherigen Windowsversionen kaufen und registrieren, doch das noch aktuelle Windows XP läuft zur Not auch ohne Zwangsregistrierung – und damit ohne Sicherheitsupdates. Windows gab es quasi gratis. So verbreitete es sich in den 90-er Jahren. Vista wird eine Zwangsregistrierung verlangen.
Ganz sicher wird Windows Vista zu einem sichereren Internet führen, denn wo Sicherheitsupdates durchgeführt werden, da sinken die Chancen für Schadprogramme. Die Linux-Gemeinde darf sich auf Vista freuen. Mit der Zwangsregistrierung endet eine Ära des unlauteren Wettbewerbs, in der Windows offiziell Geld gekostet hat und in der Praxis gratis zu haben war.
Wer wird Deutscher?
Oder wer bleibt Deutscher? Die Fragen im hessischen Einbürgerungstest nötigen auch dem akademisch gebildeten gebürtig deutschen Eierkopf die eine oder andere Denkminute ab. Machen Sie beim Stern den Test: Deutschland sucht den Supereinwanderer!
American Open
Das Fedora-Project gibt heute die Veröffentlichung der Linux-Distribution Fedora Core 5 bekannt. Fedora war mein erstes Linux und ist eine Art alter Liebe geblieben. Wie immer liegt Fedora weit vorn, wenn es um die aktuellste Software geht. So hat Fedora schon jetzt die Desktopumgebung Gnome 2.14 an Bord und den Linux-Kernel 2.6.16. Beides gerade frisch vom Reißbrett gepurzelt.
Bruchlandung mit dem Erpel
Erster Versuch, von Ubuntu 5.10 (Breezy Badger) auf 6.04 (Dapper Drake) zu updaten ist gründlich gescheitert. Das System war zwei Tage lang zerschossen. Wartungssysteme haben nicht gegriffen. Kein Login, kein Xserver, kein garnichts. Wer derzeit den Schritt zu Dapper wagen will, sollte unbedingt die Kommandozeilen-Befehle verwenden („apt-get update“, „apt-get dist-upgrade“). Der grafische Update-Manager ist derzeit noch in den Kinderschuhen. Gleiches gilt für den grafischen Installer Espresso. In allen Ubuntu-Foren findet sich die Warnung, derzeit kein produktives System zu upgraden, da sich Dapper noch im Teststadium befindet. Diese Warnung bitte sehr ernst nehmen, ober mein Schicksal teilen.