Arnold Schwarzenegger will um die Welt pilgern und gute Dinge tun, Investoren in sein krisengeschütteltes Kalifornien holen und Jobs schaffen. Als Job-Zaren bezeichnet sich der California Dream Man selbst, schreibt das Handelsblatt. Ich sehe ihn schon am Horizont der Geschichte heraufziehen: In Badelatschen und ein weißes Bettlaken gewandet, ein grauer Bart reicht ihm bis auf die Kontinentalplatten seiner Brustmuskulatur. In der einen Hand hält er den knotigen Wanderstab des Pilgers, in der anderen das Kieselsteinchen von einer Gesetzestafel, auf der die wenigen Regeln des steirischen Simpels eingeritzt sind. Ehrlich sollst du sein, egal mit welchen Mitteln und große Dinge sollst du tun.
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Letzte Chance für Guido…
…so lautet die Botschaft des Dreikönigstreffens der FDP. Eine Partei kämpft gegen die Bedeutungslosigkeit. Vorbei die Zeiten von Guido und dem quittegelben Spaßmobil. Aber, wenn die FDP weiter versackt? Was dann Guido? Bundespräsident? Was hat er denn zu bieten im Tausch gegen ds höchste Staatsamt? Hotelportier? Bestimmt würde er den Gästen in seiner bewährt wichtigtuerischen Art erklären, warum es so unendlich wichtig ist, sich beim Betreten der Halle die Schuhe abzuputzen. So bleibt 2004 also nicht nur ein Schicksalsjahr für die FDP, sondern auch für das Arbeitsamt. Denn, wenn ihn nun gar keiner mehr haben will, dann werden die Stellenberater seine Besserwisserei zu spüren kriegen.
Silvester eingebuchtet…
…und das in einem Flugzeug. Spiegel-Online berichtet, dass die amerikanischen Behörden 247 Passagiere der BA im Flugzeug unter Arrest gestellt und verhört haben. Dabei hatten die Ärmsten nicht einmal Knallfrösche im Gepäck. Eine Frau aus dem Nahen Osten soll dem Bericht zufolge verdächtig erschienen sein, weil sie allein reiste. Frage: Was wäre dem Ehemann passiert, wenn sie einen in ihrer Begleitung gehabt hätte? Standrechtliche Erschießung als Terrorist?
Forke? Sehr verdächtig!
Er ist einer der amerikanischsten Amerikaner: der Farmer. Wir Europäer haben ein Bild von ihm: Alt ist er, trägt eine schmuddelige Latzhose über seiner schmuddeligen langärmeligen Unterwäsche. Auf dem Kopf ein ausgefranster Strohhut, weißes Bartgestrüpp im Gesicht und die Nase rot vom „Moonshine“-Saufen. Kurz und bündig: Er sieht aus wie Grandpa Walton. Dieses Rückgrat des republikanischen Amerika macht sich nun verdächtig. Das Farmer-Handbuch haben die Terrorfahnder auf dem Kieker. Es enthält neben allerhand Bauernregeln auch Details über Brücken, Straßen und Dämme. Alles mit aktuellen Karten. Polizisten sollten misstrauisch werden, wenn sie jemanden mit einem Bauern-Handbuch antreffen, berichtet AP. Da auch die Terroristen Internet haben, werden sie das nun wissen und einfach keine Handbücher mehr auf Reisen mitnehmen. Aber sie können sich ja nicht komplett tarnen. Vor allem nicht, wenn sie soooo clevere Fahnder gegen sich haben. Liebes FBI, ihr solltet bei allen Personen hellhörig – Verzeihung: -sichtig – werden, die aussehen wie Grandpa Walton. Hinter jeder roten Nase steckt ein islamischer Terrorist.
Der Letzte hält die Laterne
Und der Letzte steht vor der Tür: Der letzte Tag des Jahres; die letzte Chance, die Vorsätze vom Jahresbeginn doch noch umzusetzen.