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Buchtipp: Andreas Eschbach – Ausgebrannt

Andreas Eschbachs „Ausgebrannt“ ist die Geschichte unserer Zivilisation und die von Markus Westermann. Der junge Deutsche kommt als Mitarbeiter eines Softwarekonzerns in die USA und fühlt sich dort am Ziel und gleichzeit am Beginn seiner Träume. Denn Markus will es ganz nach oben schaffen.

Gerade als seine Träume schon im Anfang gescheitert scheinen, läuft ihm der Österreicher Karl Walter Block über den Weg. Der alte Mann besitzt eine geheimnisumwitterte Methode, Öl zu finden wo die herkömmlichen Methoden versagen.

Er braucht nur jemanden, der Geldgeber heranschafft. Markus greift zu. Lesen Sie weiter

Wenn die Doofen Bücher schreiben

Als wir Michelle erzählen, dass wir an einem Buch mit dem Titel Generation Doof schreiben, tritt ein Leuchten in ihre glasigen Augen. „Weissich“, meint sie und stößt kurz auf. „Hat mir Aamin schon erzählt. Musstich gleich lachen.“ Das freut uns natürlich, aber wir wollen nun doch wissen, warum sie das so lustig findet, „Na, ich fanden Titel so komisch“, erklärt sie. „Wie schreibtn ihr das? Doof wie blöd, oder so wie die Seife?“

generation_doof.pngWer gern über geistige Ausrutscher wie den von Michelle lacht, findet im fertigen Buch „Generation Doof“ viel Anlass zu Heiterkeit. Stefan Bonner und Anne Weiss berichten von Miss Märkisch-Oderland, die Polen in der Nordsee vermutet und von einem namentlich nicht genannten Jugendlichen, der nicht in der Lage ist, zu sagen, aus welchen Ländern die Staatschefs von England oder Amerika kommen, und nicht weiß, in welchem Land der Irak-Krieg stattgefunden hat.

In einer ebenso kurzweiligen wie lang gezogenen Freak-Show lassen Bonner und Weiss die Symptomträger einer verlorenen Generation an uns vorbei defilieren. Nach Jahrhunderten des Anstiegs beim durchschnittlichen Intelligenzquotienten, befinde sich dieser seit Ende der 1990er Jahre im Sinkflug. belehren die Autoren den Leser. Unwissenheit gilt der Generation Doof als Zierde und Hartz IV als erstrebenswertes Lebensziel. Die Gründe liegen auf der Hand: Viel zu laxe Erziehung und mieses Schulsystem. Das klingt nach dem Kulturpessimismus, den man von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gewohnt ist, wenn es um die heutige Jugend geht.

Doch damit tut man den Autoren unrecht. Erstens urteilen sie nicht altklug über ihre Generation, und zweitens kommen sie zu überraschenden Erkenntnissen. So nehmen sie sich einer Klage an, der sich wohl viele Lehrer lautstark anschließen könnten. Dass nämlich die Schüler reihenweise Automarken mit allen technischen Details aufsagen können, an einfachen Englich-Vokabeln hingegen scheitern. Bonner und Weiss stellen klar: „Über ein solches Wissen [gemeint sind die Automarken, nicht die Englisch-Vokabeln] muss man verfügen, um in einer Gruppe hoffnungsfroher Jungproleten als Alphatierchen anerkannt zu werden, daraufhin die schärfste Schnitte abzuräumen und so für den Fortbestand der Art zu sorgen.“ Lesen Sie weiter

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