
Misha Prentice sucht ihren vor langer Zeit verschwundenen Vater, den Bergmann Mick Prentice. Er allein kann seinem Enkel mit einer Knochenmarkspende das Leben retten. Doch vor zwanzig Jahren verließ er die Familie – und verschwand. Szenenwechsel: Die Journalistin Annabel „Bel“ Richmond findet in der Toskana ein Plakat, das mit einer Entführung zu tun haben könnte, die nie aufgeklärt wurde. Damals wurden Tochter und Enkel des steinreichen schottischen Industriellen Broderick Malennan Grant entführt. Auch das ist zwanzig Jahre her.
Ein Zufall? Nicht in Val McDermids routiniertem Thriller „Nacht unter Tag„. Obwohl der Zufall in dem Krimi eine entscheidende Rolle spielt. Die launische Macht der Zufälle verstrickte schon vor zwanzig Jahren die Lebenswege der Akteure. Die Polizistin Karen Pirie ermitelt und liefert sich mit der Journalistin Bel ein Wettrennen um die Wahrheit, denn die ehrgeizige Journalistin wittert ihre große Chance. Weiterlesen

Verblendung – Verdammnis – Vergebung. Der schwedische Krimiautor Stieg Larsson arrangiert seine Romantrilogie nach Art eines Krimi-Epos mit einer Einführung, einem Hauptteil und der Katharsis am Ende. Weitere Romane werden nicht folgen, denn der Autor erlag 2004 einem Herzinfarkt. Das ist umso trauriger als sein Ermittlergespann Mikael Blomquist und Lisbeth Salander zu den ungewöhnlichsten Charakteren der Krimiliteratur zählen dürften. In Verblendung lernen wir die beiden kennen.