Phaenomene des Alltags: Alter-nde Gesellschaft

„Alter, Namen, Alter. Vergiss es, Alter!“ Wenn die letzte Kerze auf dem Geburtstagskuchen zum 12. verloschen ist, dann nennen viele Heranwachsende einander einfach nur noch „Alter“. Was ältere Menschen für einen Ausdruck der Faulheit halten, verlangt bei genauer Betrachtung dem Einzelnen enorme intellektuelle Leistungen ab. „Phaenomene des Alltags: Alter-nde Gesellschaft“ weiterlesen

Phaenomene des Alltags: Die Leidenschaft

Spüren Sie sie, die Leidenschaft? Wie sie aus dem klebrigen Sumpf der Liebesromane kriecht? Wie sie durch alle Sparten der Medien schleimt? Das Nicht-Wort Leidenschaft, das in Arzt- und Heimatromanen Verwendung fand, wo Deftigeres die Tugendwächter auf den Plan gerufen hätte, es wirbt heute unter anderem für die Deutsche Bank: „Leistung aus Leidenschaft“ heißt es dort. Als ob mir das etwas bedeutet, was ein Kreditinstitut dabei empfindet, wenn es mich um meine Ersparnisse bringt. „Phaenomene des Alltags: Die Leidenschaft“ weiterlesen

Phaenomene des Alltags: Berlin

Hotels mit riesigen Aquarien, die über mehrere Stockwerke gehen, Kaufhäuser mit Maßkonfektion, prächtige Opernhäuser, Ehrfurcht gebietende Dome, Kunstgalerien, in denen man mit Google Maps den Weg suchen muss: Was es in Berlin nicht gibt, das gibt es nicht – nirgendwo in Deutschland. Und alle tragen zu diesem Eindruck bei: die mächtigen Hauptstadtrepräsentanzen der Autohersteller, der Parfümerien, der Mode- und Industriedesigner. „Phaenomene des Alltags: Berlin“ weiterlesen

Phaenomene des Alltags: Die Flatrate

Nur mit der Flatrate kann das Surfen wohl grenzenlos sein (zu singen nach der Melodie von „Über den Wolken“).

Jeden Monat einen festen Betrag zahlen und dann konsumieren bis der Arzt kommt. Das verspricht nur die Flatrate. Egal ob Flatrate-Surfen oder Flatrate-Saufen: Die Flatrate ist das Maß der Maßlosen, die Packungsgröße der Süchtigen. Je flacher die Rate, so glauben wir – desto größer der eigene Gewinn. „Phaenomene des Alltags: Die Flatrate“ weiterlesen