Monat: Januar 2007

Merkel, die Atomlobby und der Klimawandel

Zuletzt aktualisiert am 14. Januar 2007 von Wolff von Rechenberg

Die traditionellen Wintersportorte sitzen im Grünen, die Rosen blühen im Januar: Der Klimawandel ist da. Die Stromkonzerne wollen die ersten Nutznießer sein. Ihre Thesen: Atomstrom ist sauber und Uran kommt nicht von Putin. Noch steht Bundeskanzlerin Angela Merkel noch zum Atomausstieg, den die vorhergehende Regierung ausgehandelt hat. Aber wie lange noch? Viele Argumente der Verfechter des Ausstiegs sind in den vergangenen Tagen gefallen. Das Wichtigste kommt aber zu kurz. Schon im Jahrhundertsommer 2003 standen viele Kernkraftwerke kurz vor der Abschaltung. Die Flüsse führten zu wenig Wasser, und das wenige Nass, das durch die Landschaft schwappte, war zu warm. 28 Grad hatten die Umweltschützer seinerzeit im Rhein gemessen. Da ist nicht mehr viel Toleranz für die Einleitung von Kühlwasser der Kraftwerke. Noch ein paar Grade mehr und wir pochieren unsere Karpfen.

Bill Gutmensch bringt Husten und Saft

Zuletzt aktualisiert am 10. Januar 2007 von Wolff von Rechenberg

Sie sind die wohl potentesten Wohltäter der Menschheitsgeschichte: Bill (Microsoft) Gates und Ehefrau Melinda tun über ihre Stiftung mehr Gutes als der barmherzige Samariter und Mutter Teresa. So glaubte die Welt, bis bekannt wurde, mit welch schmutzigen Geschäften die Stiftung des Software-Tycoons ihr Tun finanziert. So finanziert die Gates-Stiftung in Nigeria ein Impfprogramm gegen Masern und Kinderlähmung. Das Geld bezieht sie unter anderem aus Investitionen bei Ölfirmen, die dort ihr überschüssiges Öl abfackeln. Dabei entsteht ein Dauerregen aus 250 Substanzen, die Mensch und Tier vergiften. Die Kinder leiden häufig an Atemwegserkrankungen. Aber die Stiftung will erste Konsequenzen ziehen: Der caritative und der investive Bereich sollen getrennt werden. Dann weiß die eine Hand wenigstens nichts mehr von den Untaten der anderen.

Gericht ohne Beklagte

Zuletzt aktualisiert am 10. Januar 2007 von Wolff von Rechenberg

Erstmals stehen CIA-Schergen vor Gericht: in Italien. Aus Italien haben die Amerikaner den Imam Abu Omar entführt und in dessen Heimatland Ägypten in einem geheimen Folterknast vernommen. Die wackeren italienischen Staatsanwälte haben fleißig Material gesammelt: Es existieren belastende Aussagen italienischer Geheimdienstler, belastende Fotos und Filmaufnahmen. Dennoch blieben in der Vorverhandlung die Anklagesessel leer. Sie werden sich auch nicht füllen, weil sich die italienische Regierung weigert, die Auslieferungsanträge gegen die 26 CIA-Agenten nach Washington weiterzuleiten. Aber selbst wenn Italien eine Regierung fände, die genug Mut hätte, solche Ansinnen zu verschicken, dann würden sich die Anklagebänke nicht füllen. Mit genauso guten Erfolgsaussichten könnte die italienische Regierung die Auslieferung des Weihnachtsmannes verlangen. Wir kokettieren mit unserer staatlichen Souveränität auf dünnem Eis.

Start mit Linux

Zuletzt aktualisiert am 7. Januar 2007 von Wolff von Rechenberg

Linux für die (Vor-)Schule? Da rät der erfahrene aber kinderlose Linux-Fan fast reflexartig zum Ubuntu-Ableger Edubuntu. Da ist doch eigentlich alles drin und dran. Ich habe den Versuch gemacht, weil ein Kindergarten in meinem Umfeld die Anschaffung von Computern plant. Edubuntu-Live-CD runtergeladen und mit einer erfahrenen Erzieherin angeschaut. Ergebnis: Die Software-Auswahl umfasst zahlreiche Programme, die sich eher an Schulkinder wenden. Bruchrechnung und komplexe Knobelaufgaben dürften selbst Wunderkindern mit vier Jahren noch schwer fallen. Zweiter Kritikpunkt: Die Programme sind nur zur Hälfte in Deutsch übersetzt. Es schien uns verfehlt, Kinder mit Englisch zu konfrontieren, die nur bruchstückhaft Deutsch sprechen. Also habe ich mich daran gemacht, ein kindgerechtes Linux aus den Quellen für mein derzeitiges Linux, Fedora Core 6 (Zod) zu basteln.
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Stoiber und die Frauen

Zuletzt aktualisiert am 4. Januar 2007 von Wolff von Rechenberg

CSU-Frauen fühlen sich unter Stoiber wohl meldet die Netzzeitung heute. Weiter heißt es, christsoziale Frauen hätten sich vor Edmund Stoiber gestellt, nachdem ihn seine Gegnerin Gabriele Pauly als Frauenfeind bezeichnet hatte. Sich „vor jemanden stellen“ ist natürlich etwas anderes als „sich unter ihm wohlfühlen“. Ungewöhnlich, dass sich das ansonsten seriöse Internetmagazin mit den Paarungsvorlieben bayerischer Frauen befasst. Ungewöhnlich auch, dass man uns den weißblauen Stotterer als Sexprotz verkauft. Der Vollständigkeit halber hätte man anfügen können, dass sich die CSU-Frauen vermutlich unter Brad Pitt noch wohler fühlen würden.

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